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Haus zum Kaufen

Ein privater Hauskauf ist ein grosser Schritt, bei dem man sich nicht von einem Bauchgefühl leiten lassen sollte. Damit aus diesem Traum kein Albtraum wird, gilt es, einige grundlegende Dinge zu beachten.

1. Eigene Finanzen checken

Vor der Suche nach dem passenden Einfamilienhaus sollten Interessenten die eigenen Finanzen prüfen. Insbesondere die verfügbaren Eigenmittel spielen bei dem künftigen Finanzierungsvorhaben eine grosse Rolle. Um einen Hypothekarkredit aufnehmen zu können, müssen 20 Prozent Eigenkapital vorhanden sein. Als Eigenmittel eignen sich nicht nur Spargelder, sondern auch Wertschriftendepots, Bodenbesitz oder Vorsorgegelder.

2. Tragbarkeit berechnen und Familienplanung nicht vergessen

Die Auflistung der bestehenden finanziellen Verpflichtungen ist Teil des Kassensturzes. Neben den üblichen Lebenshaltungskosten zählen auch Nebenkosten wie Versicherungen, Strom, Wasser oder Telefon und Internet dazu, aber auch Kreditraten für Auto oder andere Konsumgüter oder Rücklagen für geplante Urlaubsreisen.

Auch Familien- oder persönliche Karriereplanung können die finanzielle Situation nachhaltig beeinflussen. Kinder erhöhen die monatliche finanzielle Belastung ebenso wie anfallende Pendelkosten zum neuen Job in Schweizer Top-Ortschaften wie Zürich, Bern, Basel, Luzern, St. Gallen oder Genf. Auch bei einer erforderlichen Arbeitszeitverkürzung wegen der Kinderbetreuung oder bei Jobverlust muss die Hausfinanzierung tragbar sein.

3. Unterlagen zusammenstellen, Angebote einholen und vergleichen

Egal ob Ferienhaus, Mehrfamilienhaus oder Bauernhaus: für die Bearbeitung eines Finanzierungsantrages benötigt jede Bank oder Versicherung eine Vielzahl von Unterlagen: einerseits zum Haus, das zu verkaufen ist, andererseits zur finanziellen Situation der Käufer.

4. Angebote einholen und Konditionen vergleichen

Liegen die benötigten Unterlagen möglichst frühzeitig und vollständig vor, kann die Finanzierungsanfrage schnell und exakt beantwortet und ein entsprechendes Finanzierungsangebot erstellt werden.

Es empfiehlt sich, mehrere Finanzierungsangebote mit unterschiedlichen Hypotheken und möglichst verschiedenen Laufzeiten einzuholen und diese dann zu vergleichen. Die Angebote können sich hinsichtlich der vereinbarten Laufzeiten, Zinshöhe und Tilgungsmodalitäten stark voneinander unterscheiden. Bei der Sichtung und Prüfung der verschiedenen Offerten können Finanzexperten helfen.

5. Vertragsabschluss und Auszahlung

Hat man sich für ein bestimmtes Finanzierungsangebot entschieden, wird ein Finanzierungsvertrag abgeschlossen. Hier gilt es zu beachten, dass alle vorher abgesprochenen Vereinbarungen auch schriftlich im Vertrag festgehalten worden sind.

Die Auszahlung der Hausfinanzierung erfolgt entweder je nach Baufortschritt oder nach den notariell vereinbarten Absprachen. Der Käufer sollte dabei die eigene Liquidität stets im Auge behalten.

Haus kaufen in der Schweiz

Ob Einfamilienhaus, Reihenhaus, Doppelhaushälfte oder Ferienhaus – ein eigenes Haus bietet Raum für persönliche Entfaltung, Privatsphäre und die Freiheit, den Alltag nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Es eignet sich für Eigennutzer:innen mit Platzbedarf ebenso wie für Anleger:innen mit Vermietungsstrategie.

Hauskauf auf einen Blick

  • Hohe Privatsphäre und viel Raum für Familie, Hobbys und Homeoffice

  • Garten, Ausbau- und Sanierungspotenzial für mehr Wohnqualität

  • Wertstabilität in guten Lagen; Vermietung als Zusatzoption

  • Zu beachten: höherer Unterhalt und laufende Nebenkosten

Marktübersicht: Häuser und Eigenheime im Kontext

Die Bevölkerung ist in 3 Jahren auf 9’051’029 gewachsen (+3.57 %). Das erhöht den Druck auf Wohnraum. Der ausgewiesene Wohnungsbestand liegt bei 4’840’096 Wohnungen; die Leerstandsquote beträgt 1.01 %. Auch grosse Wohnungen mit mehr als 5 Zimmern weisen nur 0.84 % Leerstand auf. Diese Knappheit gilt auch für Einfamilienhäuser: Gesuchte Gemeinden bleiben kompetitiv, in Agglomerationen ist die Auswahl etwas breiter. In den letzten 5 Jahren entstanden 235’897 neue Wohnungen, darunter jedoch oft kleinere Einheiten, sodass freistehende Häuser vielerorts limitiert sind.

Welche Kosten fallen beim Hauskauf an?

Der Kaufpreis richtet sich nach Lage, Parzelle, Baujahr, Zustand, Energieeffizienz und eventuell vorhandenem Baurecht. Hinzu kommen Nebenkosten wie Handänderungssteuer, Notariat, Grundbuch und gegebenenfalls Schätz- oder Maklergebühren. Steuerlich relevant sind Eigenmietwert und Liegenschaftssteuer. Laufende Kosten entstehen für Unterhalt, Rückstellungen, Versicherung und Abgaben. Finanzierungen erfolgen meist mit mindestens 20 % Eigenkapital; die Amortisation kann direkt, indirekt oder über Säule 2a/3a erfolgen. Bei Baurecht ist zusätzlich ein Baurechtszins zu berücksichtigen, und Vermietungserträge sind steuerbar.

Entscheidungsleitfaden – Schritt für Schritt zum Eigenheim

  1. Bedarf und Lage definieren: ÖV, Schulen, Pendelzeit, Zonenplan prüfen.

  2. Budget und Tragbarkeit klären; Finanzierungsbestätigung einholen.

  3. Inserate filtern; Parzellengrösse, Baurecht und Ausnützungsziffer verstehen.

  4. Besichtigen; Bausubstanz, Feuchtigkeit, Heizung, Dämmung und GEAK beurteilen.

  5. Unterlagen sichten: Grundbuch, Dienstbarkeiten, Kataster, kommunale Auflagen.

  6. Preis verhandeln; Kaufvertrag und Notariatstermin fixieren.

  7. Hypothek finalisieren, Amortisation wählen, Versicherungen und Übergabe planen.

Nächste Schritte

Starte mit einem Suchabo und vergleiche Favoriten. Buche zeitnah Besichtigungen. Lade Dossiers (Grundrisse, Katasterplan, Energieangaben) herunter und teile sie mit deiner Bank. Frage eine Hypothek an und sichere dir früh einen Vorentscheid.

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