Bauernhaus zum Kaufen
Sie überlegen, ein Bauernhaus zu kaufen? Dabei sollten Sie einige Dinge beachten.
Am besten lassen Sie sich von einem Profi beraten. Sachverständige helfen weiter, wenn es beispielsweise um die Begutachtung der Bausubstanz geht. Häufig ist die berühmte Liebe auf den ersten Blick, wenn man ein Haus sieht und dieses unbedingt kaufen möchte. Dennoch sollte unbedingt Sachverstand in Form von Experten dazu geholt werden. Prüfen Sie schon bei der Besichtigung, wie gut das Haus in Schuss ist:
Funktionieren die Steckdosen?
Sind die Fenster dicht?
Wie sieht das Dach aus?
Welchen Eindruck macht die gesamte Immobilie?
Holen Sie zudem nach oder vor der Besichtigung weitere Informationen ein:
Bei der Gemeinde können Informationen über vorherige Käufer, die Umgebung etc. eingeholt werden
Beim Grundbuchamt erhalten Sie Auskunft über die Eigentümerverhältnisse, eventuelle Belastungen etc.
Seien Sie grundsätzlich bei besonders tollen Angeboten vorsichtig. Denn den Traumbauernhof gibt es in der Realität nicht als Schnäppchen zu kaufen. Nach dem Kauf folgen meist weitere finanzielle Investitionen, die für eine Renovierung oder einen Umbau notwendig sind. Um die Räume hell zu bekommen, eignen sich deckenhohe Fenster oder man kann teilweise ein Stockwerk entfernen und so an Höhe und Licht gewinnen.
Bauernhaus kaufen in der Schweiz
Ein Bauernhaus verbindet viel Platz, historische Substanz und naturnahes Wohnen. Es eignet sich für Familien, die Raum und Ruhe suchen, ebenso für Selbständige mit Platzbedarf oder Anleger:innen mit Fokus auf Sanierung und langfristige Wertentwicklung.
Bauernhaus auf einen Blick
Für naturverbundene Käufer:innen, Handwerk und Kleinbetriebe mit Flächenbedarf
Viel Wohn- und Nebenfläche, oft mit Scheune und Werkstatt
Sanierungs- und Energieaufwand kann höher ausfallen
Zonenordnung und Bewilligungen sind entscheidend (landwirtschaftliche Zone)
Marktübersicht für Bauernhäuser in der Schweiz
Die Nachfrage nach Wohnraum bleibt hoch: Die Bevölkerung ist in den letzten drei Jahren um 3.57% gewachsen. Bauernhäuser sind überwiegend Bestandsobjekte, Neubau ist selten. Das Angebot ist regional begrenzt und stark von Lage, Erschließung und Zustand geprägt. In gut angebundenen Landgemeinden sind sanierte Objekte besonders gefragt, während unsanierte Liegenschaften Chancen für wertsteigernde Renovationen bieten.
Welche Kosten fallen beim Kauf eines Bauernhauses an?
Zum Kaufpreis kommen Notariats- und Grundbuchgebühren sowie je nach Kanton eine Handänderungssteuer hinzu. Rechne mit Ausgaben für Sanierung, Energieeffizienz, Heizung und allfällige Auflagen bei Schutzobjekten. Die Finanzierung erfolgt meist via Hypothek; Banken bewerten Zustand, Lage und Nutzung. In der landwirtschaftlichen Zone gilt das Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB), das Erwerb, Preisprüfung und Vorkaufsrechte regelt. Steuerlich sind Eigenmietwert, Vermögenssteuer und bei einem späteren Verkauf die Grundstückgewinnsteuer zu beachten; Mieteinnahmen werden als Einkommen besteuert.
Entscheidungsleitfaden – Schritt für Schritt zum Bauernhaus
Nutzungskonzept festlegen: Wohnen, Teilvermietung, kombiniert mit Gewerbe.
Zonenordnung prüfen (Bau- vs. Landwirtschaftszone) und Umnutzungen klären.
Bausubstanz bewerten: Dach, Feuchtigkeit, Statik, Heizung, Energie.
Rechte/Lasten prüfen: Servituten, Weg- und Wasserrechte, Denkmalschutz.
Finanzierung sichern und Renovationsbudget einplanen.
Steuern und Gebühren kantonal abklären; Bewilligungen einholen.
Kaufvertrag beurkunden und Grundbucheintrag veranlassen.
Nächste Schritte
Bei uns findest du aktuelle Bauernhäuser in verschiedenen Regionen. Nutze Filtersuche, vereinbare Besichtigungen und prüfe Unterlagen wie Katasterplan und Baubewilligungen. Vergleiche Zustand und Sanierungsbedarf, und ziehe bei Bedarf Fachleute für Technik, Recht und Steuern hinzu, um fundiert zu entscheiden.
