Wie lässt sich eine Renovation optimal finanzieren?

Der Umbau verlangt eine durchdachte Finanzierungsstrategie. Prüfen Sie die unterschiedlichen Finanzierungsquellen sorgfältig.

Umbau Renovation Eigenheim

Holen Sie sich als erstes die Kostenvoranschläge ein und verschaffen Sie sich einen Überblick über alle anfallenden Kosten.

Im Finanzierungsplan für Ihren Umbau sollten Sie eine Reserve von 5 bis 10 Prozent der Umbaukosten für Notfälle einplanen. Weitere 10 Prozent kommen allenfalls für die Bewilligung dazu. Berücksichtigen Sie schliesslich allfällige Kosten für einen Teilumzug in eine Übergangsbleibe, falls Ihr Haus während des Umbaus unbewohnbar ist.

Kleinere Renovationen und Unterhaltsarbeiten bezahlen Sie aus Ersparnissen. Für grössere, wertvermehrende Projekte ab rund 100 000 Franken empfiehlt sich ein Renovationskredit über ein Baukonto. Nach dem Umbau wird der Kredit auf eine Hypothek übertragen.

Eine Finanzierung der Renovation direkt über eine Aufstockung oder Neuaufnahme einer Hypothek, kann zwar günstiger sein. Aber Sie müssen mindestens 20 Prozent der Kosten selber tragen. Je nach dem kann es sogar passieren, dass die Bank bei Ihrem Aufstockungsantrag oder einem Neugesuch Ihre Liegenschaft neu bewertet bzw. Ihr Einkommen überprüft. Das kann schlechtere Konditionen zur Folge haben.

Zur Finanzierung von werterhaltende und teilweise wertvermehrende Renovationen können Sie auch Vorsorgegelder aus der Pensionskasse oder der Säule 3a vorbeziehen oder verpfänden. Das gilt jedoch nur für die Hauptwohnung. Luxusausbauten werden nicht finanziert.

Je nach Art der Renovation können Sie ausserdem bei Bund und Kantonen Fördergelder für energetische Massnahmen beantragen. Für einen Umbau nach Minergie-Standards können Sie zusätzliche Mittel einfordern

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