Nebenkosten bezahlen

Es gibt verschiedene Arten, Nebenkosten zu begleichen. Die gängigste Variante ist, dass im Voraus eine Teilzahlung pro Monat gemacht wird. Es ist aber auch möglich, alles auf einmal zu zahlen.

Nebenkosten bezahlen

Nebenkosten fallen täglich an. Schliesslich brauchen Sie jeden Tag Strom, Wasser und im Winter wird regelmässig geheizt. Da es aber nicht sinnvoll ist, die entstandenen Kosten unmittelbar nach dem Gebrauch zu begleichen, zahlen die meisten Mieter monatlich einen bestimmten Betrag zusätzlich zur Miete.

Doch die Akontozahlung ist nicht die einzige Möglichkeit, wie Sie Ihre Nebenkosten bezahlen können:

Akontozahlung

Akontozahlung

Zusätzlich zum Mietzins zahlen Sie monatlich eine Anzahlung an die Nebenkosten. Wie hoch diese tatsächlich sind, wird erst am Ende der Abrechnungsperiode (meistens ein Stichtag im Jahr) festgestellt. Reicht die von Ihnen geleistete Anzahlung nicht aus, müssen Sie nachträglich die Differenz begleichen.

Der Vermieter ist bei dieser Zahlungsart verpflichtet, Ihnen jedes Jahr eine Abrechnung vorzuweisen.

Pauschalzahlung

Pauschalzahlung

Voraussetzung ist, dass im Mietvertrag eine Nebenkostenpauschale abgemacht ist. Diese basiert auf den durchschnittlichen Kosten der letzen drei Jahre. So steht es in der Verordnung über Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen (VMWG).

Sie bezahlen einen festgelegten Pauschalbetrag für alle Nebenkosten, die pro Jahr anfallen. Ganz egal, wie hoch die Heizkosten waren, Sie müssen nicht mehr bezahlen als den abgemachten Betrag. Umgekehrt erhalten Sie aber auch kein Geld zurück, wenn Sie sparsam gehaushaltet haben.

Wenn Sie aber das Gefühl haben, die Nebenkostenpauschale sei höher als der Durchschnitt der letzen drei Jahre, können Sie vom Vermieter die Belege der Kosten-abrechnung verlangen. Und – falls Sie recht behalten – eine entsprechende Rückerstattung verlangen.

Der Vermieter ist bei dieser Zahlungsart jedoch nicht verpflichtet, eine Abrechnung vorzulegen.

Nachträgliche Einmalzahlung

Nachträgliche Einmalzahlung

Bei dieser Variante begleichen Sie alle angefallenen Nebenkosten am Ende der Abrechnungsperiode auf einmal. Auf diese Weise bezahlen Sie zwar nur die effektiven Kosten, aber Sie müssen die gesamte Summe bereit stellen können. Diese kann häufig sehr hoch ausfallen.

Bei Ferienwohnungen oder Kurzzeitvermietungen ist diese Zahlungsart jedoch sicher sinnvoll.

Der Vermieter ist bei dieser Variante verpflichtet, Ihnen jedes Jahr eine Abrechnung vorzuweisen. Sie können die Belege der Nebenkosten auch unter dem Jahr zur Kontrolle einfordern.

Direktzahlungen an Dritte

Direktzahlungen an Dritte

Sie bezahlen die Nebenkosten direkt dem Strom- oder Heizöl-Lieferanten. Der Vermieter stellt Ihnen entsprechend keine Nebenkosten in Rechnung.

Häufig wird bei der Miete von Einfamilienhäusern die Direktzahlung anderen Zahlungssystemen vorgezogen. Wie ein Eigentümer sorgen Sie selbst für Ihre Heizöllieferung und bezahlen auch selbst die Rechnung.

Auch bei Mietwohnungen kommt dieses Zahlungssystem vor. In den meisten Fällen zahlen Sie die Stromrechnung selbst. Beim Einzug mussten Sie sich selbst beim Elektrizitätswerk melden und die Rechnung erhalten Sie direkt.

Die anfallenden Kosten werden auch bei dieser Verrechnungsart rechtlich immer noch als Nebenkosten angesehen, aber sie laufen nicht über den Vermieter. Im Mietvertrag müssen die Direktzahlungen nicht als solche erwähnt sein, solange Ihnen bei der Vertragsunterzeichnung bewusst war, dass Sie für diese Kosten direkt aufkommen müssen. Dies kann entweder sein, dass zum Heizöltank im Keller nur Sie als Mieter Zutritt haben, oder dass für die Wohnung ein eigener Stromzähler existiert.