Mietzinserhöhung muss begründet sein

Der Vermieter kann eine Mietzinserhöhung nicht beliebig ansetzen. Er muss sich an gewisse Punkte halten. So gelten in der Schweiz die orts- und quartierüblichen Mieten beispielsweise als Richtlinien.

Für eine Mietzinserhöhung braucht es valable Gründe. Für eine Mietzinserhöhung braucht es valable Gründe.

Der Vermieter muss für Mietzinserhöhungen ein vom Kanton genehmigtes Formular verwenden und den Aufschlag begründen. Ansonsten ist die Erhöhung nicht rechtens. Dies gilt auch, wenn er neue Nebenkosten in Rechnung stellen will und deshalb die Miete steigt. Zudem darf er in demselben Schreiben nicht mit einer Kündigung drohen.

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Mietzinserhöhungen sind zulässig, solange der Zins

  • orts- und quartierüblich bleibt.
  • durch Mehrkosten des Vermieters begründet ist.
  • bei Neubauten im Rahmen der kostendeckenden Bruttorendite liegt.
  • lediglich die Teuerung auf dem Risikokapital ausgleicht.

Anfechtung bei der Schlichtungsbehörde

Die Erhöhung des Mietzinses kann auf den nächstmöglichen Kündigungstermin erfolgen. Das Schreiben des Vermieters muss vom Mieter mindestens zehn Tage vor diesem Termin abgeholt worden sein. Trifft es zu spät ein, so ist die Mietzinserhöhung deswegen nicht ungültig, doch sie gilt erst auf den nachfolgenden Termin.

Haben Sie den Eindruck, die Zinserhöhung sei ungerechtfertigt bzw. missbräuchlich, so können Sie die Vertragsänderung innert 30 Tagen nach Erhalt bei der Schlichtungsbehörden anfechten.

Verzichtet Sie auf eine Anfechtung, wollen jedoch die Erhöhung nicht akzeptieren, so haben Sie seit Erhalt des Schreibens zehn Tage Zeit, um termingerecht zu kündigen.