Der Eigenmietwert

Wenn Ihnen ein Haus oder eine Wohnung gehört und Sie darin leben, müssen Sie den sogenannten Eigenmietwert als Ihr Einkommen versteuern. Dieser Betrag entspricht der Miete, welche Sie generieren könnten, falls Sie Ihr Eigentum vermieten würden anstatt es selbst zu benutzen.

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Der Eigenmietwert stellt eine fiktive Einnahme dar, die zu Ihrem effektiven Einkommen addiert wird. Er ist auch für Zweit- und Ferienwohnungen fällig.

Eigenmietwert berechnen

Die Kantone legen den Eigenmietwert fest und bestimmen ihn regelmässig neu. Dafür unternimmt die Steuerverwaltung Schätzungen vor Ort oder vergleicht Ihr Haus oder Ihre Wohnung mit ähnlichen Objekten. Wohnfläche, Lage, Baujahr oder Bauweise sind genauso entscheidend wie das örtliche Mietpreisniveau. Wohnräume und Nasszellen werden als Raumeinheiten bewertet, aber auch Nebenräume wie Reduits oder Keller sowie Aussenflächen wie Balkone, Terrassen und Gartenanlagen. Die Gesamtsumme ergibt schliesslich die Nettonutzfläche.

Mehr Informationen zu der Berechnung des Eigenmietwerts in den einzelnen Kantonen finden Sie hier

Unter- und Obergrenze

Zum Glück fällt der Eigenmietwert in der Praxis meist tiefer aus als die geschätzte Marktmiete. Nicht selten gewährt das Steueramt einen Rabatt von 10 bis maximal 40 Prozent zur Marktmiete. Je nach Kanton kann die effektive Höhe des Eigenmietwerts sehr variieren, da neben der Rabatthöhe auch die Berechnungsmethoden unterschiedlich sind. Die Obergrenze liegt je nach Kanton bei rund 70 Prozent der marktüblichen Mieten – die Untergrenze bei ca. 60 Prozent des Marktwerts.

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