Die Wahl der richtigen Hypothek

Das wichtigste Element der Eigenheimfinanzierung ist normalerweise ein Hypothekarkredit. Doch welche Hypothek ist die richtige? Die finanziellen Möglichkeiten spielen ebenso eine Rolle wie die Risikobreitschaft oder die zu erwartende Zinsenwicklung. Häufig ist eine Kombination verschiedener Hypothekenarten die beste Lösung.

Eine Kombination der drei Hypotheken stellt meist die beste Lösung dar. Eine Kombination der drei Hypotheken stellt meist die beste Lösung dar.

In der Schweiz existieren drei Hauptarten von Hypotheken: Festhypothek, variable Hypothek und die Geldmarkt- oder LIBOR-Hypothek.

Für alle 3 Hypothekenarten gilt

Bei allen Hypotheken hängt die Höhe des Zinssatzes von der Höhe des Kredites und dessen Laufzeit, den Marktzinsen sowie der Bonität (Kreditwürdigkeit) des Schuldners ab. Im Normalfall ist eine Kombination aller drei Formen für den Schuldner am günstigsten. Eine fachliche Beratung ist unbedingt zu empfehlen.

Die Festhypothek

Die Festhypothek ist nach wie vor die beliebteste und am häufigsten gewählte Variante, die knapp 80 Prozent des gesamten Hypothekarvolumens in der Schweiz ausmacht. Bei der Festhypothek werden bei Vertragsschluss Laufzeit und Zinssatz für ein bis 10 Jahre fest vereinbart. Der Zinssatz bleibt während der Laufdauer unverändert.

Wer auf lange Sicht genau budgetieren möchte und/oder mit steigenden Zinsen rechnet, ist mit einer Festhypothek gut bedient. Der fest vereinbarte Zinssatz kann aber zum Nachteil werden: Auch wenn die Zinsen sinken, bleibt man an den vereinbarten Zinssatz gebunden.

Die variable Hypothek

Variable Hypotheken haben keine fixe Laufzeit. Sie können meist innert drei oder sechs Monaten gekündigt werden. Der Zinssatz orientiert sich am generellen Zinsniveau, was die variable Hypothek eher bei sinkenden Zinsen attraktiv macht. Der Zinssatz wird von der Bank nach eigenem Ermessen angepasst. Allerdings werden Zinsänderungen von den Banken meistens nur schleppend an die Kunden weitergegeben.

Eine variable Hypothek kann beispielsweise eine Übergangslösung für Hauseigentümer sein, die nur eine kurzfristige Finanzierung benötigen, weil sie flexibel bleiben und die Liegenschaft bald verkaufen wollen.

Die Geldmarkt- oder LIBOR-Hypothek

Geldmarkthypotheken werden für eine feste Laufzeit von drei bis zwölf Monaten abgeschlossen. Der Zinssatz orientiert sich am Euro-Geldmarktsatz LIBOR* und wird periodisch angepasst.

Die Zinsen der Geldmarkthypotheken schwanken heftig. Gegen zu hohe Ausschläge nach oben ist eine Absicherung mittels einer Zinsobergrenze (Cap) möglich, die allerdings zusätzlich kostet. Es kann jedoch auch ein Minimalzins vereinbart werden, was die Hypothek wieder verbilligt.

Wer generell mit tieferen Zinsen rechnet, höhere Zinsen aber ebenfalls problemlos bezahlen kann, fährt mit der LIBOR-Hypothek tendenziell am besten.

Diskutieren Sie mit