Wie lässt sich Streit beim gemeinsamen Hauskauf vermeiden?

Wer gemeinsam Wohneigentum erwirbt, teilt sich auch die Kosten. Achten Sie auf klare Regelungen in Bezug auf die Finanzierung.

Eheleute, Konkubinatspaare oder eingetragene Partnerschaften können eine Liegenschaft als Mit-, Gesamt- oder Alleineigentum kaufen. Die finanziellen Konsequenzen sind verschieden und von der finanziellen und rechtlichen Situation der Beteiligten abhängig. Beschäftigen Sie sich unbedingt vorgängig mit dem Thema, um Konflikten vorzubeugen.

Bringen Sie beide unterschiedlich viel Geld in die Liegenschaft ein, empfiehlt sich ein Miteigentum im Ausmass des beigesteuerten Kapitals.

Ein Beispiel: Sie bezahlen drei Viertel und Ihr Partner ein Viertel des Kaufpreises. Dann gehört Ihnen das Wohneigentum zu 75 Prozent und Ihrem Partner zu 25 Prozent. Sie versteuern den jeweiligen Anteil am Eigenmietwert. Die Schuldzinsen können Sie in der Höhe der Anteile vom eigenen Einkommen abziehen. Die Verhältnisse sind klar; auch im Falle einer Trennung oder beim Tod eines Partners.

Leben Sie in einer Gütergemeinschaft, eignet sich das Gesamteigentum. Das Haus oder die Wohnung gehört beiden Partnern zu gleichen Teilen. Bei einer Trennung bekommt jeder die Hälfte.

Allerdings fallen für den Partner, der weniger an die Immobilie gezahlt hat Schenkungssteuern an. Beim Tod eines Partners erhalten die Erben seine Hälfte. Das allfällige finanzielle Ungleichgewicht und drohenden Streit können Sie mit einem Darlehensvertrag ausgleichen. Sie müssen aber rechtzeitig daran denken, einen solchen aufzusetzen.

Beim Alleineigentum wird nur eine Person im Grundbuch eingetragen. Diese kann frei über das Wohneigentum entscheiden, trägt aber auch die finanzielle und rechtliche Verantwortung alleine (Eigentumsformen bei Wohneigentum). Bei einer Trennung oder im Todesfall kann der mitbewohnende Partner keinerlei Ansprüche stellen.