Was darf ich als Mieter an meiner Wohnung umbauen?

Gefällt Ihnen Ihre Küche nicht mehr? Möchten Sie als Mieter nicht nur einen neuen Kühlschrank, sondern auch eine Kochinsel mit passender Lüftung? Bei einem selbständig durchgeführten Umbau in der Mietwohnung gilt aber: Den Vermieter vorher unbedingt fragen.

Grundsätzlich darf der Mieter in der Mietwohnung Umbauten und Änderungen vornehmen, aber immer nur mit der schriftlichen Zustimmung des Vermieters.

Kein Umbau der Mietwohnung ohne Zustimmung des Vermieters

Hat der Vermieter einer Sanierung nicht zugestimmt und der Mieter erneuert trotzdem seine Küche, kann dies bedeuten, dass der Mieter den ursprünglichen Zustand auf eigene Kosten wieder herstellen muss. Das kann teuer werden.

Ein Umbau der Mietwohnung ist nur mit der Zustimmung des Vermieters möglich. Ein Umbau der Mietwohnung ist nur mit der Zustimmung des Vermieters möglich.

Vermieter verantwortlich für die Mietwohnung

Laut Gesetz Art. 260a OR darf der Mieter ohne schriftliche Zustimmung des Vermieters keine Änderungen oder Erneuerungen an seiner Mietwohnung vornehmen. Schliesslich ist dieser verantwortlich für sein Eigentum und hat auch Einblick in Grundrisspläne.

Deshalb entscheidet der Wohnungseigentümer darüber, was saniert werden darf und was nicht. So soll auch verhindert werden, dass ein Mieter unwissend tragende Wände herausreisst oder andere gefährliche Eingriffe in die Bausubstanz vornimmt. Tut er es trotzdem, kann ihm seine Wohnung fristlos gekündigt werden.

Festhalten, wie viel in den Umbau investiert wurde

Stimmt der Vermieter einem Umbau der Mietwohnung zu, sollte auch festgehalten werden, wie viel Geld der Mieter investiert und welche Vergütung der Vermieter dem Mieter beim Auszug aus der Wohnung bezahlt. So gibt es beim Auszug für die Beteiligten keine bösen Überraschungen.

Mehrwertentschädigung beim Auszug

Besteht eine solche Abmachung zwischen Mieter und Vermieter, kann der Mieter beim Auszug aus der Wohnung eine Mehrwertentschädigung verlangen. Allerdings nur dann, wenn der Wert der Wohnung durch die Erneuerung erheblich gestiegen ist. Ein Mehrwert liegt dann vor, wenn die Investition auch für die Nachfolger des Mieters von Vorteil ist. Die Entschädigung berechnet sich unter anderem durch die Lebensdauertabelle.

Rechnungsbeispiel

Wer beispielsweise seine Küche für 10'000 Franken sanieren lässt und nach fünf Jahren aus der Mietwohnung auszieht, dem schuldet die Vermieterschaft 7'500 Franken. Laut Lebensdauertabelle ist eine Küche im Normalfall innert 20 Jahren amortisiert. Pro Jahr senkt sich der Wert der Küche um ein Zwanzigstel oder 500 Franken und nach fünf Jahren entsprechend um 2'500 Franken.