Was darf der Vermieter?

Viele Mieter sind sich nicht sicher, was ihr Vermieter darf – und was nicht. Hier finden Sie alles über Schlüssel, Schlösser und Hausfriedensbruch.

Der Vermieter muss seinen Besuch vorher jeweils anmelden. Der Vermieter muss seinen Besuch vorher jeweils anmelden.

Durch den Mietvertrag hat sich der Vermieter dazu verpflichtet, Ihnen die Wohnung oder das Haus zur Benutzung zu überlassen. Er darf nicht ohne Grund in Ihre Mietwohnung.

Kein Recht auf freien Zugang

Der Vermieter hat sämtliches Gebrauchsrecht abgegeben. Das gilt auch für dazugehörige Nebenräume, beispielsweise für Keller, Estriche oder Garagen.

Betritt der Vermieter ihr Mietobjekt ohne Einwilligung, begeht er Hausfriedensbruch. Dabei ist es egal, ob Sie gerade zuhause sind oder nicht. Bei Hausfriedensbruch sieht das Gesetz Geldstrafen und Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren vor.

Es gibt auch Ausnahmen

Unter bestimmten Voraussetzungen hat der Vermieter dennoch das Recht, Ihre Mietwohnung zu besichtigen, auch wenn Sie das nicht wollen.

So müssen Sie ungebetene Besuche etwa dann akzeptieren, wenn der Vermieter die Immobilie verkaufen oder weitervermieten will. Ebenfalls darf sich der Vermieter in der Wohnung umsehen, wenn ein Mangel beseitigt werden soll.

Solche Besuche muss der Vermieter oder die Liegenschaftsverwaltung aber früh genug ankündigen. Die Besuche müssen ausserdem zu zumutbaren Zeiten geschehen. Der Vermieter darf Ihnen also nicht am Mittwoch um 23 Uhr einen Besichtigungstermin aufzwingen.

ACHTUNG: In absoluten Notfällen, beispielsweise wenn die Wohnung brennt oder wenn eine Wasserleitung gebrochen ist, müssen Sie den sofortigen Zutritt akzeptieren.

Die Schlüssel gehören Ihnen

Ohne Ihre ausdrückliche Einwilligung oder entsprechenden Vertrag darf der Vermieter auch keinen Wohnungsschlüssel oder Passepartout bei sich behalten.

Will Ihnen der Vermieter trotz Aufforderungen die Wohnungsschlüssel nicht ausnahmslos herausgeben, dürfen Sie die Schlösser auswechseln lassen – auf Kosten des Vermieters.