Soll ich meine Hypothek amortisieren oder weiterlaufen lassen?

Eine schnelle Amortisation der Hypothek senkt die Zinsbelastung. Mit Zuwarten können Sie dagegen Steuern sparen.

Haus amortisieren

Mit einer schnellen Rückzahlung der Hypothekarbelastung können Sie die laufende Zinsbelastung senken. Sie haben dafür aber weniger frei verfügbares Geld zur Hand. Zudem gilt es – besonders bei höheren Einkommen – auch steuerliche Aspekte zu beachten: Die Hypothekarzinsen können Sie auf der Steuererklärung nämlich vom Einkommen und die Hypothek selbst vom Vermögen abziehen.

Ein Hinauszögern der Amortisation kann also Steuern sparen. Das investierte Geld sollte allerdings nach Steuern höher sein, als der Betrag, den Sie bei Ihrer Bank nach Abzug der Steuerersparnis und der Gebühren für die Hypothek bezahlen müssten.

Bei Amortisation haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Bei der direkten Rückzahlung bauen Sie mit bereits versteuertem Vermögen Ihre Hypothekarschuld bei der Bank ab.

Steuerlich interessanter ist (bei einem Grenzsteuersatz ab etwa 25 Prozent) eine indirekte Rückzahlung über die Säule 3a.

Die Gelder werden bei der Bank als Sicherheit verpfändet. Nach einer vereinbarten Zeit begleichen Sie dann die Hypothekarschuld. Die Einzahlungen in die gebundene Vorsorge 3a können Sie von der Einkommenssteuer abziehen. Beim Bezug fällt nur ein reduzierter Steuersatz an.

Besonders für Familien ist die indirekte Amortisation über eine Lebensversicherung im Rahmen der Säule 3a attraktiv. Mit einer gemischten Lebensversicherung in Höhe der Hypothek ist diese beim Tod des Versicherten durch die Versicherungssumme gedeckt.

 

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