Mietzins: Pendeln lohnt sich

Erstaunlich, wie viel Geld sich bei der Miete sparen lässt: Das Zauberwort dafür heisst «Pendeln».

Wer sich bereit erklärt, täglich beispielsweise mit dem Zug zur Arbeit zu fahren, kann richtig viel Geld sparen. Oftmals genügt es, rund 30 Minuten Zugfahrt von den städtischen Zentren entfernt zu wohnen, um die Wohnkosten erheblich zu senken. Wer sich beispielsweise in Langenthal statt Bern niederlässt, spart monatlich 840 Franken Mietzins. Dabei ist die Gemeinde Langenthal gerade einmal 32 Minuten Zugfahrt von der Bundeshauptstadt entfernt. Wir haben im folgenden Beispiel ausgerechnet, was man sich mit der ersparten Miete zusätzlich alles leisten könnte: 

Miete sparen

Noch extremere Unterschiede haben wir in der Region Zürich errechnet. Für eine 3,5-Zimmer-Wohnung bezahlen Mieterinnen und Mieter in Zürich im Durchschnitt 3660 Franken pro Monat. In Olten – nur rund 30 Minuten Zugfahrt entfernt – liegt dieser Mietpreis bei 1560 Franken monatlich. Jährlich ist das eine Einsparung beim Mietpreis von stolzen 25'200 Franken.  Für Pendlerinnen und Pendler lohnt sich auch der rund 30 Minuten dauernde Arbeitsweg zwischen Zürich und Aarau. Hier lassen sich jährlich 22'680 Franken Mietzins einsparen. 

Ähnlich sieht es in der Westschweiz aus. Während der Mietpreis in Genf bei monatlich rund 2820 Franken liegt, zahlen Mieterinnen und Mieter im benachbarten Nyon 400 Franken weniger. Dabei trennen die beiden Städte nur gerade 15 Minuten Zugfahrt. In der Ostschweiz zeigt sich ein ähnliches Bild: Wer rund 40 Minuten mit dem Zug von St. Gallen nach Winterthur pendelt, spart monatlich 440 Franken. 

Klar, Pendeln zwischen Arbeits- und Wohnort kann manchmal anstrengend sein. Aber mit den Ersparnissen durch den günstigeren Wohnraum lassen sich andere Kosten decken, die monatlich anfallen. Beispielsweise ein Abonnement für 5 Yoga-Lektionen, um sich vom dichten Gedränge im Zug zu erholen. Oder ein Premium-Netflix-Abonnement für lauschige Abende auf dem Sofa. Auch das Monats-Generalabonnement der SBB liegt je nach Preisdifferenz der Wohnorte ebenfalls drin, vielleicht sogar in der ersten Klasse. 

Unsere Berechnungen basieren auf den Zahlen unseres Partners IAZI, dem Spezialisten für Immobilienbewertungen in der Schweiz. 

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