Gegen Unvorhersehbares gut gewappnet

Haus kaufen und darin glücklich mit der Familie leben – davon träumen viele. Doch es gibt im Leben unvorhersehbare Ereignisse, die die Lebenssituation schlagartig verändern können – mit finanziellen Folgen! Diese Vorkehrungen sollten Sie deshalb treffen.

Finanzielle Risiken ausschliessen

Als Immobilienbesitzer sollten Sie an Dinge denken, an die man eigentlich nicht gerne denkt. Bei einer Trennung z. B. entstehen finanzielle Engpässe. Noch schwieriger wird es, wenn ein Partner stirbt oder durch Invalidität arbeitsunfähig wird.

Gerade für den Fall der Erwerbsunfähigkeit müssen Sie vorsorgen. Die meisten Menschen sind gegen die finanziellen Folgen eines Unfalls besser versichert, als gegen das Risiko, infolge einer Krankheit erwerbsunfähig zu werden oder daran zu sterben. Ohne entsprechende Vorkehrungen führt dies dazu, dass Sie sich Ihre Liegenschaft nicht mehr leisten können.

Um sich gegen die finanziellen Folgen bei Tod durch Krankheit abzusichern, sollten Sie eine Todesfallrisiko-Versicherung abschliessen. Mit dem Kapital kann der Hinterbliebene die Hypothekarverschuldung reduzieren und sich das Eigenheim weiterhin leisten. Für den Fall der Invalidität ist eine Erwerbsunfähigkeitsrente ratsam. Bedenken Sie, dass Invalidität Mehrkosten auslöst – etwa für einen Umbau oder eine Haushaltshilfe.

Unterschied zwischen Ehepartnern und Konkubinatspaaren

Wenn Sie als Eigenheimbesitzer nicht mit ihrem Partner verheiratet sind, sollten Sie sich über das Reglement ihrer Pensionskasse informieren. Meist erkennen Pensionskassen Konkubinatspaare nur dann an, wenn sie mindestens fünf Jahre zusammenleben. Die staatliche Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) zahlt Konkubinatspartnern keine Hinterlassenenleistungen aus. Für den Fall einer Trennung sollten unverheiratete Paare einen Konkubinatsvertrag abgeschlossen haben. Dieser regelt die Besitzverhältnisse sowie Mitbenutzung und Unterhalt der Immobilie. Bei einer Scheidung wird das Haus zum aktuellen Verkehrswert aufgeteilt.

In der Schweiz finanziert beinahe jeder zweite Eigenheimbesitzer sein Zuhause
mit Pensionskassengeldern. Diese können Sie im Rahmen der Wohneigentumsförderung (WEF) bekommen oder der Bank verpfänden. Wenn Sie dieses Geld beziehen, erhalten Sie nach der Pensionierung eine kleinere Rente. Auch bei Invalidität oder Tod müssen Sie mit geringeren Leistungen rechnen. Daher ist es sinnvoll, die vorbezogenen Gelder später wieder in die Pensionskasse einzuzahlen. Klären Sie rechtzeitig ab, bis wann dies möglich ist.

Fazit: Für Immobilienbesitzer ist es aus finanzieller Sicht sinnvoll, unvorhergesehene Ereignisse zu berücksichtigen. Trennung, Tod und Erwerbsunfähigkeit sind Themen, mit denen Sie sich als Eigenheimbesitzer auseinandersetzen sollten. Treffen Sie daher die richtigen Vorkehrungen.