Einfamilienhausquartier: Streit unter Nachbarn

Wenn die Einfamilienhausidylle keine mehr ist: lärmende Nachbarn und Haustiere führen oft zu Streit. Um diesen zu verhindern, suchen Sie als Erstes das Gespräch mit Ihren Nachbarn.

Auch in der Einfamilienhausidylle kann es Streit geben. Auch in der Einfamilienhausidylle kann es Streit geben.

Da sind Sie endlich in Ihr ersehntes Einfamilienhaus gezogen, und nun das: Die Nachbarn beeinträchtigen Ihr häusliches Glück.

Auch unter Nachbarn von Einfamilienhäusern gilt: Tolerant sein!

Einer der häufigsten Gründe für Nachbarschaftsstreitereien sind Haustiere. Grundsätzlich gilt: Hauseigentümer müssen Einwirkungen ihrer Nachbarn – uns so auch ihrer Tiere – bis zu einem gewissen Grad tolerieren.

Alles müssen Sie sich natürlich nicht gefallen lassen: Artikel 684 des Zivilgesetzbuchs schreibt vor, dass man sich «aller übermässigen Einwirkung auf das Eigentum der Nachbarn zu enthalten» hat. Konkret: Niemand darf seine Nachbarn mit übermässigem Lärm belästigen.

Regeln für Hundehaltung im Einfamilienhausquartier

Was in Sachen Tierlärm erlaubt ist und was nicht, steht in der Polizeiverordnung Ihrer Gemeinde. In der Regel werden darin die Ruhezeiten und die Nachtruhe festgehalten. Während dieser Zeiten ist jeglicher schlafstörende Lärm verboten.

Wenn der Hund des Nachbarn aber auch ausserhalb dieser Zeiten bellt und jault, müssen Sie nach anderen Möglichkeiten suchen. Suchen Sie zunächst das Gespräch mit dem Hundehalter und appellieren Sie an seinen Sinn für gegenseitige Rücksichtnahme.

Wenn danach immer noch keine Ruhe herrscht, können Sie ihn mit dem Gesetz konfrontieren. Die meisten kantonalen Gesetze schreiben vor, dass Hundehalter ihre Tiere so beaufsichtigen müssen, dass sie andere Personen nicht durch Gebell belästigen.

Katzen sind schwer zu erziehen

Auch Katzen sind nicht selten Anlass für nachbarschaftliche Auseinandersetzungen. Im Gegensatz zu Hunden können sie aber nicht zu Ruhe und Reinlichkeit erzogen werden. Im Falle von Katzenkot im Garten gibt es darum kaum gesetzliche Möglichkeiten, sich zu wehren. In einem Verfahren wäre es schwer zu beweisen, dass die Verunreinigung tatsächlich von der Katze des Nachbarn stammt. Allenfalls können Sie sich mit natürlichen Mitteln behelfen, etwa mit stark duftenden Pflanzen oder einem Spritzer Wasser.

Lärmende Nachbarskinder: Reden Sie mit ihnen

Schnell kommt es auch zu Konflikten wegen lärmender Kinder. Auch hier ist eine juristische Vorgehensweise nicht sinnvoll. Die meisten Gerichte werden die Meinung vertreten, dass eine gesunde Entwicklung von Kindern nicht ohne Lärm geht.

Darum sollten Sie lieber das Gespräch mit den Nachbarskindern und ihren Eltern suchen. Klare Regeln für Lärm- und Ruhezeiten vor dem Haus erarbeitet man am besten gemeinsam.