Die Hausordnung ist das Regelbuch für die Mieter

Die Hausordnung regelt die Grundsätze des nachbarschaftlichen Zusammenlebens. Dabei steht die gegenseitige Rücksichtnahme im Zentrum. Die Hausordnung kann aber auch Pflichten enthalten.

Die Hausordnung regelt die Grundsätze des nachbarschaftlichen Zusammenlebens Die Hausordnung regelt die Grundsätze des nachbarschaftlichen Zusammenlebens

Der Mieter muss sich nur dann an die Hausordnung halten, wenn er ihr ausdrücklich zugestimmt hat. Meist tut er dies, indem er den Mietvertrag unterzeichnet, wo die Hausordnung als «integrierender Bestandteil» bezeichnet wird. Die Hausordnung gilt aber nur, wenn dem Mieter bei der Vertragsunterzeichnung eine vorliegt und er somit ihren Inhalt kennt.

Vermieter legt Inhalt fest

In der Hausordnung stellt der Vermieter Regeln für das nachbarschaftliche Zusammenleben auf.

Dabei geht es vor allem um eine Festlegung der Ruhezeiten in der Nacht und über Mittag.

Ausserdem wird auch geregelt, zu welchen Zeiten lärmige Tätigkeiten (z.B. Instrument spielen oder Nägel einschlagen) ausgeführt werden dürfen und wie die Waschküche zu benutzen ist. Häufig gibt es dafür zusätzlich eine Waschordnung, die regelt, wer wann waschen darf.

Nicht alles darf verboten werden

Die Hausordnung legt oft auch fest, wie es mit der Haltung von Haustieren aussieht und was die Mieter im Hausflur vor ihrer Türe deponieren dürfen (z.B. Schuhkästchen etc.).

Was genau Eingang in die Hausordnung findet, hängt stark von der Persönlichkeit des Vermieters ab: Je pingeliger dieser ist, desto mehr Details stehen in der Hausordnung. Dabei gibt es aber ein Grundregel: Was zu einer normalen Lebensführung gehört, kann nicht verboten werden.

Bei Verstössen Kündigung möglich

Wer sich nicht an die Hausordnung hält, riskiert die Kündigung. Bei dauerhaften und schweren Verstössen – beispielsweise bei übermässigem Lärm – ist gar eine ausserordentliche Kündigung denkbar. Diese muss zwar mit der gesetzlichen Frist von drei Monaten erfolgen, ist aber auf einen beliebigen Zeitpunkt hin möglich.

Änderungen in der Hausordnung während der Mietdauer sind nur innerhalb der ordentlichen Kündigungsfrist und mit dem amtlichen Formular gültig.

Tipp: Lesen Sie die Hausordnung genau

Bevor Sie den Mietvertrag unterzeichnen, sollten Sie die Hausordnung aufmerksam durchlesen. Oft enthält diese nämlich nicht nur Regeln für die Mieter, sondern auch Pflichten.

Es kann also durchaus sein, dass Sie sich mit der Unterschrift verpflichten, regelmässig das Treppenhaus zu reinigen, den Rasen zu mähen oder den Schnee wegzuräumen.