Die erste eigene Wohnung

Der Umzug in die ersten eigenen vier Wände ist eine aufregende Sache. Da passiert es gerne mal, dass vor lauter Vorfreude und Möbelshopping wichtige Dinge vergessen gehen. Als kleine Denkstütze finden Sie in diesem Artikel ein paar Punkte, die Sie nicht übersehen sollten.

Die Wohnung ist gefunden, der Mietvertrag unterschrieben – Sie stehen kurz davor, aus dem Hotel Mama oder der WG aus- und in Ihre erste eigene Wohnung einzuziehen. Das bedeutet vor allem eines: Freiheit! Endlich ein Zuhause ganz für Sie allein. Keine Eltern mehr, die sich über Ihren «ausschweifenden Lebensstil» beschweren, keine Mitbewohner, die den Ämtliplan scheinbar bewusst missachten. Eine unbeschwerte Zeit steht bevor.

Damit der Start ins neue Leben als Herrscherin oder Herrscher über Ihre eigenen vier Wände reibungslos verläuft, gilt es jedoch ein paar Dinge zu beachten. Wir haben die wichtigsten hier für Sie zusammengefasst.

Einrichtung

Was Sie alles für die Einrichtung der eigenen vier Wände benötigen, erfahren Sie in unserer Checkliste.

Mängelliste: Gründlichkeit lohnt sich

Bevor Sie einziehen können, muss der Vermieter oder die Verwaltung Ihnen die Wohnung offiziell übergeben. Dabei gehen Sie gemeinsam durch sämtliche Räume und vermerken allfällige Mängel auf einem Übernahmeprotokoll. Achten Sie darauf, alles genau unter die Lupe zu nehmen – ansonsten könnten Ihnen beim Auszug Schäden angelastet werden, die Sie nicht verursacht haben. Mängel, die Sie erst nach der Übernahme feststellen, sollten Sie in einer zusätzlichen Liste zusammenfassen. Diese können Sie innert zehn Tagen eingeschrieben an den Vermieter schicken, damit er sie dem Protokoll beifügt.

An-, ab- und ummelden

Nach dem strengen Umzugstag wollen Sie sich wahrscheinlich auf einem gemütlichen Plätzchen in der neuen Wohnung niederlassen und mit einer Folge Ihrer Lieblingsserie entspannen, oder online bei Ikea nach dem Badezimmermöbel suchen, das noch fehlt. Dafür brauchen Sie Internet und/oder eine installierte TV-Box. Damit diese Dinge rechtzeitig aufgeschaltet werden, lohnt es sich, so früh wie möglich mit einem Anbieter Kontakt aufzunehmen. Apropos Fernsehen: Vergessen Sie nicht, sich pünktlich bei der Billag anzumelden.

Krankenkasse, Strassenverkehrsamt, Einwohneramt, Arbeitgeber, Bank und Mobiltelefonanbieter sind weitere Stellen, denen Sie Ihre neue Adresse mitteilen sollten. So gelangen (Ab-)Rechnungen, Steuererklärung, Auszüge usw. nach dem Umzug auf direktem Weg zu Ihnen. Wichtig ist dabei vor allem die Anmeldung bei der neuen Wohngemeinde – erledigen Sie dies nicht innert 14 Tagen, droht allenfalls eine Busse.

Gut versichert ist halb gewonnen

Sie ahnen es bereits – beim Einzug in die eigenen vier Wände kommen Sie nicht darum herum, etwas Geld in die Hand zu nehmen. Zu den laufenden Kosten (Mietzins) und zur Kaution kommt eine Einrichtung hinzu, die Sie in der Regel auch nicht ganz umsonst erhalten. Anders gesagt: Ihr Hausrat wird auf jeden Fall einen bestimmten Wert haben – und diesen sollten Sie versichern lassen. Eine Hausratversicherung deckt Schäden an Möbeln, Kleidern, Elektrogeräten usw., die durch Feuer oder Wasser entstehen, und erstattet Ihnen bei Diebstahl den Neuwert der gestohlenen Sachen. Die meisten Versicherungsgesellschaften bieten zusammen mit der Hausratversicherung ausserdem eine Privathaftpflichtversicherung an. Auch das ist eine Überlegung wert: Damit schützen Sie sich vor hohen Kosten, sollten Sie selbst Schaden in der Wohnung anrichten.