Geografische Lage
Brugg ist eine Kleinstadt und Einwohnergemeinde im Kanton Aargau sowie Hauptort des Bezirks Brugg. Die Stadt an der Aare liegt 352 m über Meer und zählt rund 10‘400 Einwohner. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 638 ha, davon 152 ha Wald. Brugg befindet sich etwas oberhalb des Zusammenflusses von Aare, Reuss und Limmat. Wenige Kilometer südlich der Gemeindegrenze befinden sich die Autobahnen A1 und A3 mit bequemen Anschlüssen. Direkte Bahnverbindungen bestehen nach Aarau-Bern, Zürich-Ostschweiz, Basel-Deutschland/Frankreich und Richtung Freiamt-Gotthard. Die S-Bahn bringt die Passagiere in wenigen Minuten nach Zürich.
Bevölkerung
Ende 2010 lebten 10'408 Menschen in Brugg. Der Ausländeranteil liegt mit 26,1 % fast sechs Prozent über dem kantonalen Durchschnitt von 19,3 Prozent. Rund 40 % der Einwohner sind reformiert, 33% römisch-katholisch. In Brugg gibt es rund 7300 Arbeitsplätze.
Schulen
In Brugg gibt es je sieben Kindergärten und Schulhäuser der Stufen Primarschule, Realschule, Sekundarschule und Bezirksschule. Das Berufs- und Weiterbildungszentrum Brugg (BWZ) vereint Berufsschule und Erwachsenenbildung. Die Kantonsschule kann in Baden, Wettingen oder Aarau besucht werden.
Gesellschaft
Brugg ist Zentrum des gleichnamigen Bezirks und ein bedeutender Industrie-, Gewerbe-, Dienstleistungsstandort. Der Verein «Salzhaus Brugg» führt verschiedene kulturelle Anlässe durch, u. a. Rock- und Popkonzerte. Im Kulturhaus Odeon befinden sich ein Kino sowie ein Saal für Theater, Autorenlesungen und Konzerte. Das Zimmermannhaus in der Vorstadt beherbergt das Stadtarchiv, die städtische Bibliothek und eine Kunstgalerie. In Brugg gibt es zudem zahlreiche Sportvereine, ein Freibad, ein Hallenbad und eine Schulsportanlage.
Sehenswürdigkeiten
Die Brugger Altstadt besteht aus zwei Teilen. Die Befestigungsanlagen sind nur noch bruchstückhaft vorhanden. Wahrzeichen und ältestes Gebäude der Stadt ist der Ende des 12. Jahrhunderts gebaute Schwarze Turm, eine 25,7 Meter hohe Turmburg. Daran angebaut ist das 1579 im spätgotischen Stil errichtete Rathaus. Den Mittelpunkt des Kirchenbezirks bildet die reformierte Stadtkirche. Unmittelbar daneben steht die Lateinschule, ein dreistöckiges Gebäude im Barockstil, das aus der Zeit um 1638/40 stammt. Im südöstlichen Teil der Altstadt liegt die Hofstatt, der einzige grössere Platz. An deren Nordseite steht das ehemalige, 1673 erbaute Zeughaus. Hervorzuheben sind auch das «Bürgerasyl» (Hospital, 1747), die Landschreiberei der Vogtei Schenkenberg (1606), das Kornhaus (1697), das Haus «Roter Bären» (1750) und das Haus «Hirschen» (ca. 1750).
Kurioses / Spezielles
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Wichtigstes lokales Fest ist der Rutenzug, der jeweils am ersten Donnerstag im Juli stattfindet und wohl seit dem 16. oder 17. Jahrhundert durchgeführt wird. Er ist eines der vier traditionellen aargauischen Jugendfeste und geht auf den Brauch zurück, neue Ruten für die schulpflichtige Jugend zu schneiden.