Geografische Lage
Wil liegt im gleichnamigen Wahlkreis des Kantons St. Gallen zwischen dem Bodensee und dem Toggenburg. Die Entfernung nach Zürich beträgt rund 60 km, nach St. Gallen 31 km. Vor allem durch die Anbindung an die InterCity-Achse Genf – St. Gallen geniesst die ehemalige Äbtestadt den Status eines wichtigen Schweizer Verkehrs- und Pendlerknotenpunkts.
Bevölkerung
Mit 17'895 Einwohnern nennt sich Wil gerne auch „grosse Kleinstadt“ und bildet das Zentrum der drittgrössten Agglomeration der Ostschweiz mit über 110'000 Menschen. Mit 53.8% gehört die Mehrheit der Bevölkerung der römisch-katholischen Konfession an, 23.2% sind reformiert, 8.7% islamischen und 7.3% anderen Glaubens. Neben den Landeskirchgemeinden sind in Wil zahlreiche christliche Freikirchen sowie eine Islamische Albanische Gemeinde angesiedelt.
Schulen
Die öffentlichen Schulen Wil verfügen über Kindergärten an 17 Standorten, drei Primarschulen sowie drei Schulhäuser für die Oberstufe mit einer Hochbegabtenabteilung im Bereich Sport und einer Mädchensekundarschule. Die Stadt ist ausserdem Standort einer Kantonsschule, eines Berufsbildungszentrums und einer Musikschule.
Gesellschaft
Die Freizeitgestaltung wird geprägt von den malerischen Grünflächen um den Stadtweiher mit einem Skate-Park und einem Natureisfeld in kalten Wintern. Dazu kommen zahlreiche Sportanlagen (Fussballstadion, Eishalle, Minigolfanlage oder Schiessanlage), die individuell oder von den rund 260 Vereinen genutzt werden. Zusammen mit der Kulturkommission gestalten diese auch das kulturelle Leben mit seinen zahlreichen Anlässen in Stadtmuseum, Tonhalle, Stadtsaal (mit Kinokomplex), Lokremise oder Chällertheater.
Über die Grenzen Wils hinaus bekannt sind die Kunsthalle und die Kulturstätte Gare de Lion (ehemals Remise Wil), in der Theateraufführungen, Konzerte und Lesungen organisiert werden.
Sehenswürdigkeiten
Auf dem Stadtberg zeichnet sich die beeindruckende Silhouette der Wiler Altstadt ab, die als besterhaltene der Ostschweiz gilt. Kulturhistorisch besonders wertvoll sind neben dem „Hof zu Wil“, der bis zum Ende des 18. Jh. den St. Galler Fürstäbten als Sommerresidenz diente, die prächtigen Bauten des Gerichtshauses, des Hauptmannshauses und des klassizistischen Baronenhauses mit dekorativer Fassadenmalerei sowie die zahlreichen Riegelhäuser.
Ebenfalls lohnenswert ist ein Besuch der Stadtkirche und der Kirche St. Peter, deren Grundsteine bereits im Mittelalter gelegt wurden, der modernen Kreuzkirche und der zwei Klosteranlagen.
Seit seiner Eröffnung im 2006 gilt der 34 m hohe Holzturm auf dem Hofberg als das neue Wiler Wahrzeichen und gewährt nach dem Erklimmen der 189 Stufen Sicht auf die Alpen und den Bodensee.
Besonderes
- 1984 erhielt Wil für die Erhaltung der Altstadt den Wakker Preis des Schweizer Denkmalschutzes.
- Die Stadt Wil ist bekannt für ihre zahlreichen traditionsreichen Märkte und die Pflege ihres vielfältigen Brauchtums: Jede Woche findet der Samstagsmarkt statt, alljährlich der Mai-, Othmars und Weihnachtsmarkt. Gefeiert wird an der Fastnacht, der traditionellen Hofchilbi sowie am St. Nikolaustag und im September beim „Steckliträge“, einem Umzug der Wiler Stadtschützen.
- Mit dem Openair „rockamweier“ veranstaltet Wil jeden Juni ein eigenes Festival.