Conseils: Jardins & loisirs

 
 

Selfmade-Garten
«Wenn wir eine Idee haben, nehmen wir die Realisierung selbst in die Hand», sagen Maya und Rolf Egloff. In ihrem Garten ist, von der Sonneninsel bis zur Aussenküche, alles das Resultat eigener Planung und Bautätigkeit. «Wir lieben das!», sagt das Ehepaar aus Wohlenschwil.
23.04.2010 SCG

Früher, da endete Maya Egloffs Garten in einigen Gemüsebeeten. Als die arbeitstätige Frau für deren Pflege keine Zeit mehr fand, sah der «Blätz» samt offenem Kompost ziemlich trostlos aus. «Etwas anderes musste her, etwas Nettes», erinnert sich Maya Egloff.

Die Sonneninsel selbst gezimmert
Unter der Sonneninsel aus Douglasienholz sorgen Vlies, Splitt und schachbrettartig arrangierte Platten für Unterlüftung sowie dafür, dass kein Unkraut spriesst und das Regenwasser versickert. © Schweizer Garten
Gesagt, getan. In der folgenden Saison bildete eine selbst gezimmerte Sonneninsel den charaktervollen Ausklang des Gartens: ein schmuckes Holzdeck, sparsam bestückt mit Kübelpflanzen, flankiert von Kräuterboxen, mit einer überdachten Lounge aus Korbgeflecht.

Und dies ist nicht das Einzige: Der ganze Garten mit all seinen Bereichen wurde von Rolf und Maya Egloff in eigener Regie ersonnen, geplant, bepflanzt und errichtet.

Denn nach dem Bau des Einfamilienhauses, mit welchem für die Eheleute ein lang gehegter Traum in Erfüllung ging, stand für den Umschwung kein grosses Budget mehr zur Verfügung. So legten die Hausbesitzer selbst Hand an.

Ein Tessiner Grotto entsteht
Die Entstehung der Granitpergola sei ein langer Prozess gewesen. In einem Steinbruch im Tessin fand man den geeigneten Rohstoff zu einem guten Preis. © Schweizer Garten
Und auch heute, nach 15 Jahren, «wächst» der Garten immer noch und entwickelt sich ständig weiter. 1998 entstand das Tessiner Grotto. «Wir machen oft Ferien in der Südschweiz, und Grottos gefallen uns», so Maya Egloff.

Man forschte nach, wie Säulen in den Boden eingelassen und einbetoniert werden, und erledigte dies eigenhändig. Zuerst war der Platz eingekiest, später kamen Quarzitplatten, die man im Baumarkt kaufte und selbst verlegte.

Wintergarten in Sicht
Die wärmeliebenden Pflanzen verbringen die Übergangszeit hinter einer verschiebbaren Glaswand unter der breiten Sonnenstore vor dem Haus. Das Allwetterdach wurde vor fünf Jahren angebaut. Rolf Egloff verleimte Holzbahnen, legte Polycarbonatplatten gegen Niederschläge und Stoffstoren gegen die Sonneneinstrahlung aus.

Leben im Garten
Ein weiteres Element, das die Geselligkeit fördert, ist die Aussenküche, eine Mischung aus Holzcheminée und Gasgrill. «Wir errichteten sie aus Ytong, einem leichten Baumaterial, das man mit Schleifpapier und Säge beliebig formen kann», erklärt Rolf Egloff. Das Material sei einfach zu verarbeiten, ertrage aber keine Feuchtigkeit; davor wird es mit einem speziellen Anstrich geschützt.

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