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Garten im steilen Hang
Das Haus ist ein rostroter Quader, der Umschwung ein steiler Hang hin zum Wald. Die Bauherrschaft ist eine Familie mit Kindern. Viel Gartenarbeit wünschen sie nicht, aber Biodiversität ist ein Anliegen. Die Firma Gardens Gartenideen hat ihren Garten gestaltet. Hier das Resultat.
23.12.2010 Schweizer Garten
Charmante Ecken auf verschiedenen Etagen. © Schweizer Garten
Wie gestaltet man einen Aussenraum? Die Firma Gardens Gartenideen gestaltet «High-End-Gärten ohne Ideen-Limitierung», so die Inhaber. «Wir realisieren, was zu unseren Kunden passt, was sie sich wünschen und nie zu träumen wagten.»
Im Land der Ecken
Das Projekt, das
Gardens Gartenideen
im Winter vor drei Jahren im aargauischen Fislisbach realisierte, entspricht den Vorgaben der Familie: ein vielfältiger Garten, der nicht zu viel Arbeit gibt.
Das markanteste topografische Merkmal, der Hang, wurde terrassiert. Betrachtet man die Gestaltung von oben herab, entfaltet sich der Charme der Ecken: gestufte Gabionen (ein mit Steinen gefülltes Drahtgeflecht) welche die Terrassierung halten, Treppenabschnitte, die rechtwinklig zueinander stehen, die kubische Form des Swimmingpools sowie das grosszügige Zickzack, in welchem der Rasen zum Kiesplatz hin endet.
Vom Pool zum Wald
Zuunterst am Hang liegen das rote Haus und der türkisblaue Pool. Steigt man den Hang hinauf, so wird die Gestaltung immer naturnaher. Die mittlere Ebene beheimatet Blumenrabatten, den kurzgeschnittenen Rasenteppich und eine Fläche aus Kies mit sparsam gestreuten Gartenmöbeln. Zuoberst am Waldrand ist Naturwiese: Hier spielen die Kinder, stehen Trampolin und Badmintonfeld, dient eine alte Pergola als stiller Rückzugsort.
Zum Kiesplatz hin endet der Rasen im Zickzack. © Schweizer Garten
Wechselnde Aspekte
Die Bepflanzung ist bewegt. Sie wird sich sehr verändern, wenn Wochen und Monate ins Land ziehen. Denn dies ist Teil des Konzepts: Dass sich das ganze Jahr die Pracht verschiedener Blüten, Blätter, Wuchshöhen, Farben, Formen und Strukturen entfaltet und wechselnde Ansichten bildet. Als Identität stiftende Konstante bleibt die klare Gestaltung.
Die Pflanzen sind so gewählt, dass sie einander ertragen, sich Synergien bilden und der Konkurrenzkampf entfällt. Der praktische Aspekt: Es gibt im Garten nicht viel zu tun, höchstens ein wenig Unkraut jäten und zweimal im Jahr zurückschneiden. Aufgrund der Hanglage ist ein Bewässerungssystem installiert, das manuell oder vollautomatisch gehandhabt werden kann und sektorenweise funktioniert.
Baden in Salzwasser
An der allerbesten Lage, mit Ausblick auf die Dächer der Wohngemeinde und auf entfernte Felder und Wälder, ist das Gartenschwimmbad platziert: Das Panorama ist selbst ein Gestaltungselement. Der Pool wird flankiert von einer Hecke aus Birnensträuchern (Pyrus): Wenngleich einheimisch, verströmt sie mediterranes Flair.
Salzwasserpool an bester Aussichtslage. © Schweizer Garten
Das Schwimmbad, erstellt von
Vita Bad in Ermensee
, ist ein Salzwasserpool. Die in der Schweiz erst wenig bekannte Technologie nutzt zur Desinfektion des Wassers Salz, also Natriumchlorid.
Dieses wird sackweise ins Badewasser gegeben und mit einer Zirkulationspumpe umgewälzt. In der Filteranlage spaltet ein Elektrolysegerät Natrium und Chlor auf, wobei Letzteres das Wasser entkeimt. Dabei handelt es sich aber um natürliches Chlor ohne Bindemittel, welches für Allergien und Augenrötung verantwortlich ist.
Das Salzwasser muss nur alle drei bis vier Jahre ausgewechselt werden. Ein Becken aus Metall würde rosten, aber hier steht eines aus Holz.
»Schweizer Garten - Das Magazin zum Aufblühen
Mehr zum Thema erfahren Sie in der neusten Ausgabe des Magazins «Schweizer Garten». Erhältlich im
Abonnement
oder an verschiedenen Kioskverkaufsstellen.
Das Magazin berichtet über einfache wie anspruchsvolle Privatgärten, informiert über Trends in der Gartenszene und weist mit individuellen Anregungen den Weg zur eigenen Garten- oder Terrassengestaltung.
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