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Fassadenbewuchs - Kleider machen Häuser
Mit der richtigen Kletterpflanzensorte wird möglichen Nachteilen von Anfang an vorgebeugt. Fassadenbewuchs kann jedes Haus zum wahren Schmuckstück und zur Oase für unzählige Kleintiere verwandeln.
30.05.2012 Ann Schärer
Ein Fassadenbewuchs sieht nicht nur gut aus, sondern spart auch Energie.
Für welche Art von
Kletterpflanze
man sich zwecks Fassadenbewuchs entscheidet, ist nicht nur Geschmackssache. Die Ausrichtung der betreffenden Fassade spielt auch eine Rolle.
Geeignete Arten für Fassadenbewuchs
Pflanzen, die keine direkte Sonneneinstrahlung brauchen wie beispielsweise Efeu, eignen sich für nordorientierte Fassadenflächen.
Westorientierte Fassaden werden besonders stark durch Regen, Wind und hohe Sonneneinstrahlung beansprucht. Es braucht dementsprechend eine robuste immergrüne Bepflanzung. Efeu und Wilder Wein gehören zu den witterungsresistenten Sorten und sind für Westfassaden ideal.
Süd- und Ostfassaden hingegen sind geschütztere Seiten eines Hauses. Hier können also auch Hortensien, Rosen, Clematis oder gar Kiwi zum Einsatz kommen.
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Genügend Platz für Fassadenbewuchs
Egal für welche Sorte Sie sich entscheiden, eines gilt für alle Kletterpflanzen gleichermassen: die Pflanzgruben müssen unbedingt genügend gross ausgehoben werden. Diese sollten mindestens 60 bis 100 cm tief, 40 bis 50 cm breit und 60 bis 75 cm lang sein.
Aufgefüllt werden sie mit einer Mischung aus Mutter- und Komposterde. Nur so können die Wurzeln auch ins umgebende Erdreich hineinwachsen und die Pflanze wird hoch und gross genug, um die gesamte Fassade zu überdecken.
Verbesserung der Luftqualität
Einer der grossen Vorteile einer Fassadenbegrünung ist, dass Pflanzen erheblich zur Verbesserung der Luftqualität beitragen und zudem im Sommer die Hauswand beschatten.
Als positive Nebeneffekte sind Kletterpflanzen ausserdem Lebensräume für viele Kleintierarten und tragen erheblich zur Verschönerung des Landschafts- oder Stadtbildes bei.
Vorteil: Energie sparen
Die Energiebilanz eines Hauses verbessert sich durch Fassadenbegrünung meist erheblich. So verringert sich dadurch der Wärmebedarf eines Hauses um 3%. Dies gilt ebenfalls in Bezug auf die Schallisolation.
Vosicht bei zu hohen Kletterpflanzen
Insbesondere bei Efeu kann es durch die Haftwurzeln dieses Kletterers zum Abblättern von Fassade und Putz kommen. Dies ist jedoch selten und kann mit Hilfe von Holzspalieren oder Seilen aus Edelstahl, die als Rankhilfen dienen, vermieden werden.
Damit das Dach keine Schäden davonträgt, sollte zudem unbedingt verhindert werden, dass die Kletterpflanze diese Höhe erreicht. Ein Schnitt sollte deshalb 1 bis 2 Mal jährlich vorgenommen werden - so ist die Freude am «Hauskleid» auch wirklich garantiert.
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