Ratgeber: Energie

 
 

Umweltfreundliches Bauen macht Sinn
Rund 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs der Schweiz werden laut dem Bundesamt für Energie für Heizung und Warmwasser aufgewendet. Zum Vergleich: Auf die Mobilität entfallen knapp 30 Prozent. Schaut man nur die Haushalte an, so sehen die Zahlen noch eindrücklicher aus: Über 80 Prozent der Energie, die ein durchschnittlicher Schweizer Haushalt verbraucht, fliessen in Heizen und Warmwasser.
01.02.2009 ANS

Die wenigen Zahlen zeigen: Energieeffizientes Bauen macht Sinn. Bei den aktuell hohen Preisen für Heizöl ganz besonders. Was sich erreichen lässt, ist beeindruckend: Auf Energieeffizienz optimierte Häuser verbrauchen noch zwei bis vier Liter Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche oder die entsprechende Menge eines anderen Energieträgers. Bei herkömmlichen Häusern liegt der Verbrauch doppelt so hoch oder höher. Wie werden diese Werte erreicht? Erstens muss die Gebäudehülle dicht sein. Eine 20 bis 30 Zentimeter dicke Isolation und eine mehrfache Wärmeschutzverglasung sorgen dafür, dass im Winter kaum Wärme entweicht und im Sommer die Hitze draussen bleibt. Für die Frischluftversorgung sind Minergie-Häuser mit einer Lüftung ausgestattet. Ein Wärmetauscher führt die Wärme der verbrauchten Innenluft der frischen Aussenluft zu. Im Gegensatz zum Lüften durch Fensteröffnen geht dabei kaum Energie verloren.

Höherer Wohnkomfort

Minergie steigert auch den Komfort des Hauses: Es zieht nicht, Staub und Pollen werden von Luftfiltern zurückgehalten. Das freut Allergiker und reduziert das Staubwischen. Die Isolation hält nicht nur die Wärme im Haus, sie sorgt auch für wohltuende Ruhe im Innern. Ob an einer viel befahrenen Strasse oder in einer Flugschneise – Minergie-Standards erhöhen an lärmgeplagten Lagen den Wohnkomfort. Das alles kommt nicht ganz kostenlos. Der Verein Minergie, der die Minergie-Zertifizierung vornimmt, geht beim Bau oder bei einer Renovation nach Standard Minergie von Mehrkosten von drei bis maximal zehn Prozent aus. Dagegen stehen tiefere Betriebskosten, namentlich beim Heizen. Nach Angaben des Vereins Minergie sind die zusätzlichen Investitionskosten in der Regel innerhalb von sieben Jahren amortisiert.


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