Ratgeber: Energie

 
 

Umweltfreundliche Wärme mit Sonnenkollektoren
Immer mehr Schweizer Haushalte setzen Sonnenkollektoren zur Wassererwärmung und Heizungsunterstützung ein. Auch bestehende Bauten können meist problemlos aufgerüstet werden.
17.11.2011 Valeska Blank

Viele private Bauherren entscheiden sich heute schon beim Bau ihres Einfamilienhauses für die Montage von Solaranlagen. Doch auch bestehende Bauten können in der Regel mit Sonnenkollektoren aufgerüstet werden.

Eignet sich mein Haus? Die Faustregeln dafür sind:
Platz:Sie haben auf dem Dach oder im Garten genügend Platz für die Sonnenkollektoren.
Ausrichtung:Die Dachfläche Ihres Hauses sollte zwischen Südost und Südwest ausgerichtet sein.
Dachneigung:Sie sollte bei einer Anlage für Warmwasser 15 bis 60 Grad betragen, bei einer kombinierten Anlage für Warmwasser und Heizungsunterstützung 30 bis 60 Grad.
Schatten:keine Kamine, Bäume, Nachbargebäude oder Ähnliches sind im Weg. Sie können die Leistung des Kollektors mindern.
Bei Unklarheiten wenden Sie sich an eine Installationsfirma oder einen Fachplaner.


Gesamtkosten beachten
Wenn Ihr Haus diesen Kriterien entspricht, können Sie eine Offerte beim Installateur einholen. Achten Sie darauf, dass er Ihnen eine Gesamtofferte unterbreitet.

Sie enthält nicht nur die Kosten für Kollektoren und Solarspeicher, sondern auch die Kosten für elektrische Anschlüsse und allfällige Dachdecker-, Spengler-, Maler- und Maurerarbeiten.


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Solarkollektoren decken bis zu 70% des Energiebedarfs für Warmwasser.
Brauche ich eine Baubewilligung?
Je nach Kanton müssen Sie für die Installation Ihrer Solaranlage eine Baubewilligung einholen. Wenn es sich um kleinere Anlagen handelt, braucht es meist keine Bewilligung.

Erkundigen Sie sich beim Bauamt Ihrer Gemeinde oder bei der kantonalen Energiefachstelle.

Lohnen sich Sonnenkollektoren für mich finanziell?
Neben dem ökologischen Gedanken sollten Sie auch wirtschaftliche Aspekte in Ihre Entscheidung mit einbeziehen. Ausschlaggebend ist bei der Berechnung der sogenannte Sonnenenergiepreis. Er ist definiert als Verhältnis zwischen den Kosten der Solaranlage und der Energie, die Sie dank der Anlage einsparen.

Beispiel: Mit einfachen Systemen werden 60 bis 70 Prozent des jährlichen Energiebedarfs für Warmwasser abgedeckt.
Sonnenkollektoranlagen, die zur Wassererwärmung und zu Heizzwecken genutzt werden, decken etwa 25 Prozent des jährlichen Energieverbrauchs für Warmwasser und Heizung ab.


Förderprogramme von Bund und Kantonen
Einige Kantone und Gemeinden unterstützen Solaranlagen mit direkten Beiträgen. Dazu kommen steuerliche Begünstigungen bei Anlagen auf bestehenden Gebäuden.

 Verschiedene Förderprogramme der Kantone und des Bundes


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