Conseils: Jardins & loisirs

 
 

Sprühgeräte aus dem Hause Birchmeier
Die Birchmeier Sprühtechnik AG hat schon allerlei Geistesblitze in nützliche Utensilien für die Gartenarbeit umgesetzt. Sie betreibt Innovation nach Plan. Wir stellen einige patente Produkte des 135-jährigen Unternehmens vor.
21.04.2011 Livia Hofer

<b>Rapidon – schnell und sauber</b><br />«Rapidon» hat zwei Öffnungen, eine zum Entleeren (Tankstutzen) und eine zum Auffüllen (Tanköffnung). Der Tankstutzen ist lang, schmal und besitzt ein Ventil. Will man Benzin abfüllen, so führt man den Stutzen bei geschlossenem Ventil in den Tank des jeweiligen Kleinmotorengeräts ein. Erst jetzt wird das Ventil per Druckknopf geöffnet, und der Ausfluss erfolgt in Sekundenschnelle dank Luftzufuhr. Kein Tröpfchen geht daneben. Der Druckknopf liegt übrigens genau unter dem Daumen, wenn man den Griff des Kanisters umfasst. Die Tanköffnung hat einen grossen Durchmesser, damit man an jeder Zapfsäule bequem auftanken kann. Der Behälter besteht zudem aus durchscheinendem Kunststoff, sodass die Füllhöhe des Benzins ersichtlich ist.
Rapidon © zVg
«Rapidon» ist nicht einfach ein Kanister. Der Behälter ist innovativ, clever und praktisch. Er hat zwei Öffnungen, eine zum Entleeren und eine zum Auffüllen. Ein Ventil beim Tankstutzen verhindert, dass Benzin ungewollt herausrinnt. Erst, wenn das Ventil geöffnet ist, kann man Benzin in den Tank füllen.

«Innovation ist steuerbar»
Jürg Zwahlen*, Verwaltungsratspräsident der Birchmeier Sprühtechnik AG, ist der Erfinder von «Rapidon». Er glaubt nicht, dass gute Ideen einfach so vom Himmel in die Köpfe einiger Auserwählter fallen. «Innovation ist steuerbar», sagt der langjährige Industriemanager mit technischem Background. «Kreativität ist nur eine von vielen Stufen im Gesamtablauf.»

Deshalb sind Jürg Zwahlen und seine Crew gemeinsam unterwegs: Alle, von der Sekretärin über die Servicefachfrau bis hin zum Buchhalter und Ingenieur, sind Teil des Innovationsprozesses eines neuen Produktes der Firma Birchmeier.

 Sehen Sie hier innovative Produkte der Firma Birchmeier Sprühtechnik AG

Eine der allerersten Rückenspritzen: eine modifizierte Holztause. © zVg
Ideen seit 135 Jahren
Angefangen hat alles 1876, als die Reblaus von Nordamerika nach Europa eingeführt wurde und ganze Rebhänge verwüstete. Die Winzer behalfen sich mit Eimer und Pinsel, um das Gegenmittel auszubringen.

Johann Baptist Birchmeier kam 1890 auf die Idee einer Rückenspritze, einer Holztause mit Kolbenpumpe. Die Innovation wurde von Paris bis Berlin mit Preisen überhäuft. Das Rückensprühgerät hat sich seither ständig weiterentwickelt.

Seit 135 Jahren produziert die Birchmeier Sprühtechnik AG Geräte für die Bereiche Garten, Landwirtschaft und Chemie, für Spitäler sowie für die Automobil- und Lebensmittelindustrie. «Kleines, mobiles Sprühen ist die Nische, in der wir uns spezialisiert haben», sagt Jürg Zwahlen. «Qualität, Funktionalität und Langlebigkeit sind unsere drei Leitplanken.»

Auch Kunden bringen Ideen
Jeder Mitarbeitende von Birchmeier wird hellhörig, wenn Kunden, Freunde oder Nachbarn auf Bedürfnisse oder Mängel hinweisen. Aus solchen Inputs sind schon manche Geräte entwickelt worden.

Wie jene Kundin, die sich darüber beklagte, dass Sprühflaschen nur Luft ziehen würden, wenn man sie kopfüber halte. Ihr Anliegen gab Anstoss zur Entwicklung von «Foxy Plus», ein Sprühgerät, das aus jeder Position sprayt.

Das moderne Rückensprühgerät. © zVg
Die technische Lösungsfindung
Aber den ganzen Weg von der Idee bis zum fertigen Gegenstand legen nur jene Geräte zurück, die auch der Wertschöpfungsanalyse standhalten. Sind die festgestellten Mängel relevant? Entspricht die Lösung einem allgemeinen Kundenbedürfnis, einer echten Nachfrage?

Nur die wenigsten aller Visionen bestehen die marktwirtschaftliche Prüfung und werden produziert. Erst jetzt folgt die kreative Arbeit im Innovationsprozess, die technische Lösungsfindung, die Sache der Ingenieure ist.


*Jürg Zwahlen ist seit 2003 Mehrheitsaktionär und Verwaltungsratspräsident des Unternehmens Birchmeier Sprühtechnik AG.



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