Ratgeber: Einrichten

 
 

Mit was schliessen Sie Ihre Türe ab?
In der Welt der Schlüssel und Schlösser unterscheidet man zwischen zwei Techniken: Die Mechanik bildet die Basis eines jeden Schliesssystems, die Mechatronik bezieht zusätzlich die Elektronik mit ein. Je nach Bedürfnis der Bewohner findet das passende System Anwendung.
27.04.2012 Corinna Forrer

Nicht jedes Schloss, nicht jeder Schlüssel funktioniert gleich. «Es sind zwei grosse Gruppen von Schliesssystemen zu unterscheiden», sagt Annette von Ballmoos von der SEA Schliess-System AG.

«Mechanik und Mechatronik.»
Während bei der Mechanik der Schlüssel ausreicht, das Schloss zu öffnen, kommt bei der Mechatronik zusätzlich die Elektronik mit ins Spiel. Mit einem Mechatronik-Schliesssystem kann man entscheiden, wer wann die Türe öffnen darf. «Das wird durch die entsprechende Programmierung des Schlüssels oder des Schlosses ermöglicht», sagt von Ballmoos.


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Mechanik ist verlässlich
SEA Schliesssystem Mechanik
Der Schlüssel SEA-3 bietet elf Billionen Schliesskombinationen. ©SEA Schliess-Systeme AG
Jedes Schloss hat eine mechanische Schliesstechnik als Basis. Wird der Schlüssel ins Schlüsselloch geschoben, bewegen sich die Zuhaltungen, die Sperrvorrichtung im Zylinder, nach oben oder nach unten – je nachdem, wie die Nuten auf dem Schlüssel angebracht sind – und das Schloss kann geöffnet werden.

Das mechanische Schliesssystem sei die am meisten verwendete Lösung und werde bei Neubauten häufig standardmässig eingesetzt, sagt Karl-Heinz Färber. Er ist Produktmanager bei der Schweizer Unternehmensgruppe Kaba Holding AG, die weltweit Sicherheitssysteme anbietet. «Häufig wird erst bei der Nachrüstung auf ein mechatronisches Schliesssystem umgestellt.»

Mechatronik ist vielfältig
Hier treffen Mechanik und Elektronik aufeinander: Mittels Programmierung des Schlüssels oder des Schlosses werden individuelle Zutrittskombinationen möglich.

SEA Schliesssystem
Mechatronik verbindet Mechanik und Elektronik. ©SEA Schliess-Systeme AG
Es reicht nicht aus, dass der Schlüssel passt, er muss auch zugelassen sein. «Bei Schlüsselverlust kann der entsprechende Schlüssel unkompliziert und schnell gesperrt werden, kein Schloss muss ausgewechselt werden», sagt von Ballmoos. «Dies ist ein grosser Vorteil gegenüber der mechanischen Schliesstechnik.»

Wer Zutritt hat und wer nicht, entscheiden die Bewohner selbst. Die Programmierung übernimmt in der Regel der zuständige Schlüsselservice.

Biometrie Schliesssystem Kaba
Öffnen auf Fingerabdruck ist keine Zukunftsmusik mehr. ©Kaba Holding AG
Biometrie - der Finger wird zum Schlüssel
Eine Türe abschliessen und öffnen ohne Schlüssel ist bereits heute möglich – dank der biometrischen Schliesstechnik. Hier reicht der Fingerabdruck, um eine Türe zu öffnen.

«Bei dieser Lösung hat man den Schlüssel immer dabei», sagt Färber von Kaba. Ein Fingerprintleser erkennt, ob eine Person Zutritt hat oder nicht und gibt entsprechend den Eintritt frei.



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