Ratgeber: Garten & Freizeit

 
 

Tropenpflanzen im Tessin
Die Leidenschaft von Heinz Imhof sind exotische Pflanzen. Der Abenteurer widmet sich seit seiner Frühpensionierung der Verwirklichung seiner Träume. So haben Baumfarne, Palmen, Bananen, Bambus, Kakteen und Iris von überall auf der Welt den Weg in seinen Tessiner Garten gefunden.
27.08.2010 SCG

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Blechnum tabulare: Das Entrollen der Blätter ist ein Schauspiel. © Elsi Wepf
Genau gleich wie die viktorianischen Pflanzenjäger Alexander von Humboldt und Adelbert von Chamisso ist Heinz Imhof stets auf der Suche nach exotischen Pflanzen.

Tropenmanie und Farnfieber
Im 19. Jahrhundert brach in englischen Adels- und Industriellenkreisen eine regelrechte Tropenmanie aus, die Kultivierung exotischer Pflanzen war das Gebot der Stunde. Ein britisches Phänomen war damals auch «Pteridomania», das Farnfieber. Die Urpflanzen mit den filigran gefiederten Wedeln standen im Mittelpunkt des gärtnerischen Lebens und genossen das rege Interesse wohlhabender und gebildeter Gesellschaftsgruppen.



Pflanzen aus aller Welt im Tessin zuhause
Auch Heinz Imhof hat bislang keinen Aufwand gescheut, um Silberfarn (Cyathea dealbata), Wüstenfarn (Pellaea atropurpurea), die blaue Hesperidenpalme (Brahea armata) oder die Chinesische Riesenlilie in seinen Garten zu holen. Von Hawaiis Big Island hat er ein Stückchen Cibotium-Stamm im Koffer mitgebracht und zuhause eingepflanzt – der Baumfarn entwickelt sich im Tessin erfreulich.

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Palmfarn (Cycas revoluta) aus Südjapan. © Elsi Wepf
Der Weltenbummler verbindet seine Reisen meist mit Besuchen von Spezialitäten-Gärtnereien und Züchtern. Vor allem liebt er das Pflanzenparadies der Karibik. Bereits mit 18 Jahren zog es ihn in die dortigen Regenwälder, wo er auf Orchideenpirsch ging.

Den Dschungel im Garten
Vor sechs Jahren zog Heinz Imhof in das an einem Steinhang liegende Haus seiner Eltern bei Brione. Von der Terrasse aus blickt man hinab auf den Garten.

Um in diesen Dschungel einzutauchen, steigen wir mit dem Gärtner die Treppen hinunter. «Als meine Eltern die Liegenschaft kauften, war es unmöglich, ums Haus zu gehen», erinnert sich Heinz Imhof. «Erst mussten sie Treppen, Mauern, Wege und Brücken bauen und den Hang erschliessen.»

Heute ist der Garten voll von zartgrünen Blatttrichtern von Cycas revoluta, prachtvollen Silhouetten von Palmen, riesigen Bananenstauden, dunkelgrün glänzenden Kamelienbüschen und Bambus, der sich im Wind bewegt.

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