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Ratgeber: Garten & Freizeit

 
 

Schwimmteich bleibt länger warm
Vom zeitigen Frühling bis zum späten Herbst im angenehm temperierten, sauberen und biologisch gereinigten Schwimmteich baden –welch verlockende Aussicht! Eine Solarheizung macht dies möglich.
25.10.2010 SCG

Der Teich der Familie von Allmen fügt sich perfekt in die Umgebung ein. © Schweizer Garten
Von April bis Oktober bei einer Wassertemperatur von 22 bis 24 °C im hauseigenen Schwimmteich zu baden, klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Der Gedanke, dass biologisch unterhaltene Anlagen geheizt werden können, mag im ersten Augenblick erstaunen.

Schadet das warme Wasser den Pflanzen?
Sind diese Temperaturen für Wasserpflanzen überhaupt erträglich? Ist nicht anzunehmen, dass sich Bakterien bei diesen Voraussetzungen vermehren?

Der begeisterte Bioteichbauer Hans Graf weiss auf diese Fragen Antworten: «Schwimmteiche zu beheizen ist absolut unproblematisch», sagt er. «Fast alle Pflanzen, die verwendet werden, kommen auch in wärmeren Klimazonen vor. Möglicherweise wachsen sie dann üppiger, doch dagegen hat gewiss niemand etwas.»

Und was ist mit den Bakterien?
In Deutschland und Österreich darf Badewasser wegen potenzieller Verkeimung nicht über Wärmekreisläufe geführt werden. «Dies ist eine rein theoretische Annahme und konnte bislang nicht nachgewiesen werden. In der Schweiz bestehen keine entsprechenden Vorschriften», so Graf. Trotzdem empfiehlt er, die Kreisläufe voneinander zu trennen und das Wasser im Badeteich über ein
Sonnenkollektoren auf dem Hausdach. © Schweizer Garten
en Plattenwärmetauscher oder mit im Boden eingebauten Wärmeschlangen zu heizen.

Sonnenkollektoren als Energiespender
Und woher stammt die Energie, mit welcher man den Teich nach ökologischen Gesichtspunkten heizen will? Am besten eignet sich eine Solarheizung. Die Kollektoren dazu lassen sich beispielsweise sehr praktisch auf dem Hausdach montieren.

Was ist ein Schwimmteich?
Biologische Schwimmteiche sind eine Mischung zwischen Swimmingpool und Biotop : Sie sind so gross wie Schwimmbäder, aber die Aufbereitung und Reinigung des Wassers erfolgt nicht über chemische Zusatzstoffe, UV-Strahlen oder Ultraschall, sondern biologisch und mechanisch wie in einem natürlichen Gewässer. Schwimmteiche sind meist Zweikammersysteme, die aus einer tiefen Schwimmzone und einer flachen, mit Sumpf- und Wasserpflanzen angereicherten Regenerationszone (Biofilter) bestehen. Gewächse, Mikroorganismen, Umwälzung und Grobfilter (Skimmer) halten das Wasser sauber. So bleibt das künstlich angelegte Gewässer ein Biotop, das Tieren und Pflanzen Lebensraum bietet.

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