Ratgeber: Garten & Freizeit

 
 

Balkonpflanzen
Wer kein Haus mit Grund und Boden bewohnt, kann gleichwohl seiner grünen Leidenschaft frönen. Denn selbst auf engstem Raum ist mehr Grün möglich als gedacht – vom Fenstersims über den winzigen Balkon bis zur weitläufigen Terrasse.
30.07.2012 Markus Brupbacher (Text und Bilder)

Es grünt und blüht auch vertikal.
«Hängende» Gärten in Wohnquartieren, grüne Oasen über dem grauen Beton der Stadt: In schwindelnder Höhe und auf kleinstem Raum schaffen erfindungsreiche Hobbygärtner grossartige Grünräume.

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Wenig Platz, viel Potenzial
Ob ein kleiner Kaktus oder ein paar Kräuter in Reichweite der Küche: Selbst auf einem schmalen Fenstersims ist einiges möglich. Alle Töpfe sollten gut befestigt sein, damit sie nicht zu fliegenden «Bomben» werden. Auch sollte das Giesswasser nicht auf den Balkon des Nachbars tropfen – vielleicht ist man ja mal froh, wenn er in den Ferien zu den Pflanzen schaut.

Der kleine Raum wird optimal genutzt. Wenn der Platz auf dem Balkonboden knapp wird, dann ist in der Vertikalen noch Raum vorhanden, zum Beispiel für Hängekörbe oder Wandtöpfe.

Topf an Topf.
Topf an Topf.
Gesellschaft im Topf
Auch im Pflanzengefäss selber kann der Raum bestmöglich ausgenutzt werden: Ein Rosmarinbäumchen zum Beispiel nutzt die Vertikale nach oben, die hängende Kapuzinerkresse am Gefässrand füllt die Senkrechte nach unten aus.

Einjährige Küchenkräuter wie beispielsweise Basilikum bedecken die innere horizontale Fläche, derweil darunter schon Zwiebelpflanzen für den nächsten Frühling schlummern.

Wichtig ist, darauf zu achten, dass man Gewächse mit ähnlichen Ansprüchen bezüglich Wasser, Nährstoffe, Sonne und Schatten jeweils in den gleichen Topf zusammennimmt.

Sogar für ein Bäumchen ist Platz.
Sogar für ein Bäumchen ist Platz.
Den Schatten nutzen
Auch Kletterpflanzen – zum Beispiel Rosen, Passionsblumen, Efeu, Hopfen, Clematis oder Geissblatt – eignen sich für Balkone und Terrassen, da sie nicht nur raumsparend sind, sondern auch einen Sichtschutz bilden. Bei engen Platzverhältnissen ist darauf zu achten, dass sich die Pflanzen nicht gegenseitig «in den Schatten stellen».

Doch diese Situation kann auch vorteilhaft genutzt werden. So kann die grössere, sonnenhungrigere Pflanze vorne ein Segen sein für die kleinere Schattenpflanze dahinter, etwa ein Farn, ein Immergrün oder eine Funkie.

Wintertipps
Die Frage nach dem Winterquartier für nicht frostresistente Pflanzen sollte man sich stellen, bevor man die Gewächse anschafft. Keine Probleme hingegen hat man mit einjährigen Sommerblumen, welche dann endgültig verblüht sind, sowie mit einheimischen, winterharten Pflanzen, die draussen überwintern können.

Die Töpfe Letzterer müssen aber je nachdem mit Vlies, Noppenfolie oder Jute eingepackt werden, denn der Wurzelballen ist im Topf weit weniger vor Kälte geschützt als im Gartenboden.

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