Ratgeber: Garten & Freizeit

 
 

Bauerngarten: Buntes in Buchs
Ihren Bauerngarten hat Susanne Remund einem Unglück zu verdanken. Doch sie machte das Beste draus und plante den ornamentalen Grünraum mit Buchs, Frühlingsblumen und Sommerflor gleich selbst.
09.07.2012 Livia Hofer (Text & Bilder), Gaby Grau (Bilder)

Sommerflor und Stauden leuchten um die Wette.
Sommerflor und Stauden leuchten um die Wette.
Im Winter 1999 brannte der Bauernhof der Familie Remund komplett ab. Es musste alles abgerissen und neu erbaut werden. Bereits ein Jahr später an Weihnachten konnte die Familie ihr neues Heim beziehen.

Ein neuer Garten
Schon immer hatte Susanne Remund von einem Bauerngarten geträumt. Als sie aber als frisch Verheiratete in das Haus ihres Mannes einzog, zierte bereits der schöne Garten ihrer Schwiegermutter den vorderen Bereich.

Aufgrund des Brandes musste der Garten neu angelegt werden. Nun war die Zeit gekommen: Der erträumte Bauerngarten konnte Wirklichkeit werden.

Susanne Remund hatte sich schon viele Gedanken darüber gemacht und zahlreiche Bauerngarten-Typen studiert. Gemeinsam einem Landschaftsgärtner realisierte sie den Garten.

Die Form des Bauerngartens hat Susanne Remund selbst gezeichnet.
Die Form des Bauerngartens hat Susanne Remund selbst gezeichnet.
Ringe mit Blumen
Von oben herab betrachtet, erinnert der Garten an das Auge einer Pharaonin. In der Mitte liegt, gleich einer Pupille, ein geschlossener Ring aus Buchs, gefüllt mit der Teerose ‹Erotica›.

Ein zweiter Ring besteht aus vier buchsumfassten Viertelkreisen. Hier wachsen im Frühling Stiefmütterchen und Bellis. Ab Mai dann Sommerflor, bunte Zinnien und Sonnenblumen.

Weit aussen endet der Bauergarten in einem langgezogenen, spitzen Winkel auf der einen und einem rechten Winkel auf der anderen Seite. Auf den freien Flächen zwischen dem zweiten Kreis und dem äusseren Rand wachsen Stauden wie Rudbeckien, Lupinen, Löwenmäulchen, Fuchsien, Storchschnabel, Bartnelken, Schlüsselblumen, Herbstanemonen, Sedum und Rittersporn.

Der Sommerflor wird in einem zweiten Garten hinter dem Haus vorgezogen und im Mai in den Buchsgarten versetzt. Dort bleibt er bis zum Herbst und wird dann von Stiefmütterchen und Bellis abgelöst.

Der Holzschnitzelweg muss alle zwei Jahre erneuert werden.
Der Holzschnitzelweg muss alle zwei Jahre erneuert werden.
Sechs Jahre für 30 cm
Zwischen den niedrigen Buchshecken verlaufen Wege, die mit Holzschnitzel belegt sind. Das Material zersetzt sich im Lauf der Zeit, sodass die Pfade rund alle zwei Jahre erneuert werden müssen.

Bis der Buchs seine aktuelle Höhe von 30 cm erreicht hat, dauerte es sechs Jahre. Die einzelnen Pflänzchen wurden in einem gewissen Abstand gesetzt und immer wieder oben abgeschnitten, damit sie in die Breite wachsen und die Zwischenräume füllen.

Während sich Susanne Remund um den Blumenbestand kümmert, ist es ihr Mann Walter, welcher einmal im Jahr den Buchs zurückschneidet. «Dafür besitzt er ein gutes Augenmass», hat seine Gattin festgestellt. Je nachdem, wann er Zeit findet, geschieht der Rückschnitt im Mai oder im September. Denn: «Wenn die Pflanzen nach dem Schnitt noch Zeit haben, vor der Sommerhitze oder dem Winterfrost nachzuwachsen, kann nichts passieren.»

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