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Wohneigentum als Altersvorsorge
Auch im Alter sollte Wohneigentum tragbar sein, sagt Tayfun Celiker. Als Direktor des SVIT Schweiz weiss er, dass Immobilien eine längerfristige Investition sind. Lesen Sie den dritten Teil des Interviews.
02.05.2011 Swisscontent Corp.
Wie sieht der Anlagehorizont aus? Lohnt sich eine langfristige Investition in Wohneigentum?
Der Immobilienmarkt ist im Gegensatz zum Aktienmarkt ein Markt mit langfristigem Horizont. Man kann also mit Immobilien kaum rasch viel Geld verdienen. Wer Immobilien zudem schnell wieder verkauft, dessen Gewinn wird
überproportional stark besteuert.
Sowohl beim Kauf wie auch beim Verkauf von Immobilien lohnt es sich, eine versierte Fachperson mit der Verkehrswertschätzung der Immobilie zu beauftragen. Beim Verkauf kann auch ein Immobilienmakler hilfreich sein, der den lokalen Immobilienmarkt kennt. Oder auch der
SVIT Schweiz
, die Standesorganisation der professionellen Immobiliendienstleister.
Alle Teile des Interviews mit Tayfun Celiker
1. Teil: Wohneigentum als Investition
2. Teil: Wertsteigerung von Wohneigentum
SVIT
ist der Schweizerische Verband der Immobilienwirtschaft.
Wohneigentum als Altersvorsorge: Welche Unterhaltsarbeiten sollten bis zur Pensionierung gemacht sein?
Auch diese Frage muss individuell beurteilt werden. Grundsätzlich ist es sinnvoll, wenn das Gebäude – unabhängig vom Alter des Eigentümers – gut unterhalten ist bzw. wenn die erforderlichen Rückstellungen vorhanden sind. Insbesondere sollte kein aufgeschobener Unterhalt vorliegen.
Die weit verbreitete Auffassung, «Der Unterhalt ist Sache der Erben, wir beschränken uns auf das Nötigste», ist nicht ratsam. Wohneigentum sollte auch im Alter tragbar sein. Man vergisst oft, dass im Alter im Vergleich zum Erwerbsleben weniger Mittel zur Verfügung stehen.
Wie viel der Hypothek sollte vor der Pensionierung amortisiert sein?
Da Finanzdienstleister gegenüber Nicht-Erwerbstätigen bei der Hypothekarvergabe eher zurückhaltend sind, sollten grössere Vorhaben, die eine Aufstockung der Hypothek erfordern, noch vor der Pensionierung durchgeführt werden. Die Hypothek sollte aber auch nach der Erhöhung mit reduzierten Mitteln (Pensionierung) tragbar bleiben.
Nebst Tragbarkeit und Steuern gibt es noch weitere Aspekte: Jede Schuld – und damit auch jede Hypothek – stellt eine Belastung dar. Wer besser schlafen kann, wenn die Hypothek tiefer ist, sollte sich ernsthaft überlegen, seine Hypothek zu amortisieren. Denn die Lebensqualität hängt nicht nur von der Steuerbelastung ab.
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