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Ratgeber: Umzug

 
 

Sich den neuen Nachbarn vorstellen
Mit einem Umzug ändert sich nicht nur die Adresse, sondern auch die Nachbarschaft. Damit der Nachbar nicht der Unbekannte von nebenan bleibt, heisst es, Initiative ergreifen und sich vorstellen.
02.10.2012 Corinna Forrer

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, aber wenn Sie sich Ihren neuen Nachbarn vorstellen, reichen auch ein paar nette Worte.
Sie müssen mit Ihrem neuen Nachbarn nicht gleich Blutsbrüderschaft schliessen, aber es ist immer von Vorteil, wenn Sie wissen, wer Tür an Tür mit Ihnen wohnt.

Auf diese Weise verhindern Sie, dass Sie Ihren Nachbarn erst dann kennen lernen, wenn Probleme auftauchen.

Wie stelle ich mich meinen Nachbarn vor?
Da nicht jeder gleich kontaktfreudig ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten, Ihre Nachbarn kennenzulernen. Hier einige Tipps.

Die effiziente Art
Schreiben Sie einen kurzen Infozettel, um mitzuteilen, wer Sie sind. Legen Sie das Schreiben in die Briefkästen – und schon sind Ihre Nachbarn informiert. Vergessen Sie dabei das Foto nicht; dieses rundet Ihre Vorstellung perfekt ab und Ihre Nachbarn erkennen Sie im Treppenhaus.



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Die persönliche Art
Nach dem Einzug gehen Sie von Tür zu Tür. Dabei müssen Sie keine üppigen Blumensträusse oder Pralinen verteilen, eine kleine Aufmerksamkeit (beispielsweise ein Stück selbstgebackenen Kuchen) reicht. Auch braucht es keine stundenlange Präsentation Ihrer Person zu sein, ein kurzes Gespräch ist ausreichend. Der Nachteil bei dieser Art ist, dass nicht immer alle Nachbarn zuhause sind, wenn Sie Ihre Vorstellungsrunde machen.

Wohnen Sie in einem Block mit über zwanzig Parteien, reicht es, wenn Sie bei den Nachbarn auf demselben Stock klingeln.


Die gesellige Art
Laden Sie Ihre Nachbarn zu einer Einweihungsparty ein. Sie können auch gleichzeitig Ihre Verwandten und Bekannten dazu einladen. Allerdings sollten Sie dann Ihre neuen Nachbarn nicht vernachlässigen, denn sonst hat das Kennenlernfest seinen Zweck verfehlt.

Sie müssen dabei kein Galadiner auftischen, am besten eignet sich ein Apéro mit Fingerfood. So können sich Ihre Gäste frei bewegen und die Atmosphäre ist ungezwungen. Ein geeigneter Tag ist der Freitag. Möchten Sie jedoch, dass Ihre Gäste nicht allzu lange bleiben, empfiehlt sich ein Tag unter der Woche.


Auch wenn eine solche Vorstellungsrunde nicht Ihr Ding ist: Denken Sie daran, wenn Sie Ihre Nachbarn kennen, wissen Sie, wen Sie fragen können, während der Ferien Ihre Blumen zu giessen.



Kommentare (5)

Janine (18.07.2011 15:38:20)
Man könnte für jede Mietpartei ein Kleines Schreiben mit Entschuldigung für den Lärm in den nächsten Wochen inklusive Ohropax in den Briefkasten legen. Das ist bestimmt lustig.
Vera Kaspar (04.05.2010 17:15:36)
Eine sehr gute Idee, der Infozettel im Briefkasten der Nachbarn ...
Seit 2 1/4 Jahren lebe ich jetzt als Deutsche in der Schweiz, mit mega-netten Nachbarn. Am Einzugstag habe ich mich auch im Haus mit einer kleinen Aufmerksamkeit vorgestellt. Das kam gut an.
Ich liebe die Freundlichkeit und Höflichkeit der Schweizer und möchte nicht wieder zurück nach Deutschland.
Es tut mir sehr leid für die anderen Deutschen, die sich hier so unkultiviert aufführen! Das ist echt peinlich.
Herzliche Grüsse VK
Georg Imhasli (03.05.2010 19:20:26)
Ich kann Herrn Hirschi nur zustimmen. In unserem Block mit 6 Eigentumswohnungen wechseln die Mieter im Schnitt alle 2 Jahre. Ich als Eigentümer wohne jedoch schon 20 Jahre hier. Bisher hat es eine einzige Mieterin für nötig befunden, sich kurz vorzustellen. Und Bewohner aus Deutschland fallen durch besondere Unfreundlichkeit auf (mit einer Ausnahme). Sie finden es nicht mal nötig, zu grüssen.
Fritz Müller (03.05.2010 18:11:54)
Wenn es schon bei deutschsprachigen Kollegen aus dem grossen Kanton solche Integrationsprobleme gibt, spar ich mir die Frage, wie man Osteuropäer motivieren kann, sich der langjährigen Hausgemeinschaft nur ansatzweise bekannt zu machen...

Globalisierung, Multikulti, freier Personenverkehr - den Sprach- und Benimmkurs finanzieren wir doch sehr gerne, wir und Sie sind ja schon da... herzlich wilkommen Gäste aus aller Welt, aber Integration kommt von innen und nicht zufällig.

Freundliche Grüsse
Armin Hirschi (03.05.2010 16:40:38)
Wie kann man einen Neuzuzüger veranlassen sich vorzustellen?
In einem grösseren Wohnblock, so um 20 Wohneinheiten, kann
man nicht immer zwischen Besucher und neuem Mieter unter-scheiden. Speziell jüngere Mitbewohner und neuerdings auch
Zuzügler aus unserem nördlichen Nachbarland reagieren leider vielfach abweisend. Eine unerfreuliche Erfahrung seit anfangs April mit drei neuen Wohneinheiten.
Beispiel zur Förderung der schweizerisch/deutschen Kontakt- und Gastsitten.
Freundliche Grüsse AH.

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