Ratgeber: Garten

 
 

Seltener Zauber: Gelbe Pfingstrosen
Gelbe Pfingstrosen sind in den Gärten nicht sehr häufig anzutreffen. Schliesslich existieren sie auch erst seit 1908. Doch woher kommen sie? Und welche sind die schönsten und robustesten Sorten?
20.08.2013 Walter Good (Bild & Text), Livia Hofer (Bild)

Paeonia ‹Souvenir du Professeur Maxime Cornu›
Ende des 18. Jahrhunderts gelangten die ersten Pfingstrosen aus China und Japan nach Europa. Diese Päonien – wie Pfingstrosen auch heissen – blühten alle in den Farben zwischen Weiss, Rot und Rosa.

Seltsamerweise wurden die gelb blühenden Wildarten der Strauchpäonien im alten China verschmäht, obwohl sie Blüten in der kaiserlichen Farbe Gelb entfalten. Vermutlich waren diese gelb blühenden Wildarten der Strauchpäonien aufgrund ihrer kleinen Blüten in chinesischen Gärten nicht beliebt.

Erste Züchtung
Doch wie kamen nun die gelben Strauchpäonien nach Europa? 1887 sandte Pater Pierre Jean Marie Delavay (1834 bis 1895) die ersten Samen der gelb blühenden Strauch-Pfingstrose (Paeonia lutea) von China nach Frankreich, wo sie 1891 zum ersten Mal in Europa erblühte. Der französische Botanikprofessor Maxime Cornu (1843 bis 1901), damaliger Direktor des Jardin des Plantes in Paris, beschrieb sie folgendermassen: «Die Blüte ist goldgelb mit einigen karminroten Flecken tief unten an der Basis und hat einen Durchmesser von 4 bis 5 cm.»

 Mehr Bilder von Pfingstrosen

1893 schlug er vor, die gelb blühende Paeonia lutea mit den bereits in Europa bekannten Sorten zu kreuzen – eine Idee, die von Louis Henri (1854 bis 1914) verwirklicht wurde. 1907 und 1908 erblühten schliesslich die zwei ersten Sorten der sogenannten Lutea-Hybriden: ‹Mme. Louis Henri› und ‹Souvenir du Professeur Maxime Cornu›, eine Sorte mit riesigen gefüllten, rotgelben, hängenden Blüten.

Die Blüte einer Itoh-Hybride.
Neuste Züchtungen
1948 gelang es dem japanischen Züchter Toichi Itoh nach unzähligen Versuchen, die gelb blühende Lutea-Hybride ‹Alice Harding› mit einer Pfingstrose der Sorte Lactiflora zu kreuzen. Daraus entstand die erste Itoh-Hybride.

Es sind durchwegs robuste, wüchsige Päonien, die nicht aufgebunden werden müssen. Ihr grösster Vorteil liegt darin, dass sie drei bis vier Wochen lang blühen können. Die ersten Itoh-Hybriden blühten gelb, mittlerweile gibt es auch weisse, rosa und schwarzrot blühende Sorten. Das Laub dieser Päonien bleibt bis weit in den Herbst hinein sehr dekorativ.

So kommt die Pfingstrose gut zur Geltung
Gelb blühende Strauchpäonien und Itoh-Hybriden sind wahre Hingucker. Die Schweizer Firma Paeonia GmbH gibt Tipps, wie gelbe Pfingstrosen in jedem Garten gut aussehen: Sie sollten möglichst allein gepflanzt werden, damit sie gut zur Geltung kommen. Wie alle anderen Päonien benötigen sie mindestens sechs Stunden Sonne pro Tag und einen Boden mit gutem Wasserabzug.

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